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Drei Jahre für Mel Gibson
Schauspieler und Filmemacher Mel Gibson ist wegen Trunkenheit am Steuer zu drei Jahren auf Bewährung verurteilt worden und muss auf Entzug.
Gibson soll laut Gerichtsbeschluss viereinhalb Monate lang fünf Mal pro Woche zum Treffen der Anonymen Alkoholiker. Anschließend muss er die Selbsthilfe-Versammlungen siebeneinhalb Monate lang drei Mal wöchentlich besuchen. Das Gericht verpflichtete Gibson weiters zu einer dreimonatigen Entziehungskur, er verliert seinen Führerschein für drei Monate und muss ein Bußgeld von 1.300 Dollar (1.015 Euro) zahlen. Während der Urteilsverkündung war der 50-Jährige nicht im Gerichtssaal anwesend.
Am 28. Juli fuhr Mel Gibson in Malibu 140, statt der erlaubten 65 Stundenkilometer und hatte nach einem Bericht des Internetdienstes tmz.com anderthalbmal mehr Promille im Blut als erlaubt. Bei seiner Festnahme beschimpfte Gibson die Beamten als antisemitisch und sexistisch, entschuldigte sich später aber für die verbalen Ausfälle.
Mel braucht Hilfe
Der 89-jährige Hollywood-Veteran Kirk Douglas hat Mel Gibson "spirituelle Beratung" in der eigenen Kirche empfohlen, nachdem "das krebsartige Geschwür von Hass auf die Juden" in seinem Denken zum Vorschein gekommen ist. Als Katholik sollte Gibson nicht mit einem Rabbi, sondern mit einem Vertreter der katholischen Kirche sprechen, erklärte Douglas im Filmblatt "Variety".
Der prominente jüdische Schauspieler hat damit auf Gibsons antisemitische Äußerungen bei dessen Festnahme wegen Trunkenheit am Steuer reagiert. Gibson, der 2004 den umstrittenen Kreuzigungs-Film "Die Passion Christi" produziert hatte, "sitzt tief im Schlamassel", meinte Douglas. Er selbst habe zwar "Die Passion Christi" als antisemitischen Film kritisiert, aber stets Gibson in Schutz genommen.
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