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Hollywood Schriftzug (Bild: Reuters, Fred Prouser)

Weitere Filme fallen Autorenstreik zum Opfer

Der andauernde Streik der Hollywood-Autoren hat noch mehr geplanten Filmen das vorläufige Aus beschert. Warner Brothers und Weinstein gaben bekannt Filme vorerst auf Eis zu legen.


Sony hatte zuvor den Film "Angels and Demons" von Ron Howard gestoppt, United Artists lässt Oliver Stones Drama "Pinkville" ruhen.

Warner Brothers gab bekannt, dass die Produktion des Films "Shantaram" mit Johnny Depp in der Hauptrolle nicht wie geplant im Februar starten könne, meldete das Fachblatt "Variety" am Dienstag. Auch Regisseur Rob Marshall ("Chicago") muss die Dreharbeiten für die Musicalverfilmung "Nine", die im März beginnen sollten, auf Eis legen, bestimmte die Produktionsfirma Weinstein. In beiden Fällen wurden unfertige Drehbücher als Grund angegeben.


George Clooney verzieht den Mund (Bild: REUTERS/Daniele la Monaca)

Clooney zeigt sich solidarisch

Hollywood-Star George Clooney zeigte sich unterdessen solidarisch und spendete 25.000 Dollar (knapp 16.000 Euro) für den Actors Fund, einen Hilfsfonds für in Not geratene Schauspieler und andere Mitarbeiter der Branche. "Für Leute wie mich ist der Streit erzwungener Urlaub, aber ein anhaltender Streik kann die Menschen zerstören, die ihren Lebensunterhalt in der Filmbranche verdienen. Ich hoffe, dass auch andere, die es sich leisten können, Verantwortung übernehmen und helfen", sagte der Schauspieler dem Branchenblatt "Variety".


Beliebte Fernsehsendungen waren gleich zum Auftakt des Streiks am 5. November hart getroffen worden. Late-Night-Shows etwa von Jay Leno und David Letterman senden nur noch Wiederholungen, die Hit-Serie "Desperate Housewives" liegt aus Mangel an Scripten auf Eis. Auch "Grey's Anatomy", "CSI" und "The Office" geht allmählich die Luft aus.


Streikpause für Elizabeth Taylor

Für einen seltenen Auftritt der Hollywood- Legende Elizabeth Taylor wollen aber die Drehbuchautoren ihren Streik in Hollywood kurz unterbrechen.


ELIZABETH TAYLOR winkt (Bild: APA/EPA,  Claudio Onorati/on/mda)


Wie das Fachblatt "The Hollywood Reporter" am Dienstag (Ortszeit) berichtete, hat die Schauspielerin von der Gewerkschaft der Autoren die Zusage erhalten, dass am 1. Dezember keine Streikposten vor einer Bühne auf dem Gelände der Paramount Studios aufziehen werden. Anlässlich des Weltaidstages plant Taylor dort mit ihrem Kollegen James Earl Jones einen Auftritt in dem Stück "Love Letters". Der erwartete Millionen-Erlös des Abends soll der Aidshilfe zufließen.


Der Star von Filmen wie "Giganten", "Die Katze auf dem heißen Blechdach" und "Cleopatra" lässt sich seit vielen Jahren nur noch selten in der Öffentlichkeit blicken.

Taylor hatte sich vorab mit den streikenden Autoren solidarisch erklärt. Sie wollte das Theater nicht betreten, solange Streikposten vor dem Gebäude den Zugang erschwerten. Die Autoren verdienten es "mit Fairness und Anstand" behandelt zu werden, erklärte Taylor. Sie bedankte sich bei den Verantwortlichen der "Writers Guild", dass ihr Auftritt für wohltätige Zwecke trotz des Streiks stattfinden könne.


Die Drehbuchautoren wollen mit dem Arbeitskampf bessere Bezahlung für die Weiterverwertung ihrer Arbeiten im Internet und auf DVDs erreichen. Eine neue Verhandlungsrunde ist für den 26. November geplant. Der letzte Autorenstreik in Hollywood hatte 1988 mehr als fünf Monate gedauert und kostete schätzungsweise 500 Millionen Dollar.





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