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Golden Globe Trophäe. (Bild: Reuters)

Golden-Globe-Gala abgesagt

Nach den Boykottankündigungen zahlreicher Hollywood-Schauspieler ist die Verleihung des US-Filmpreises Golden Globes einem Medienbericht zufolge abgesagt worden.


Die Golden Globes, die in 25 Kategorien für Film und Fernsehen verliehen werden, gelten als erster Hinweis auf die Kandidaten, die den begehrten Oscar bekommen könnten. Der legendäre Academy Award wird am 24. Februar verliehen.

Die "Los Angeles Times" berichtete auf ihrer Internetseite, die für kommenden Sonntag geplante Preisverleihungs-Gala werde nicht stattfinden. Stattdessen solle es lediglich eine Pressekonferenz geben. Die Zeitung berief sich auf eine am Montag vom Fernsehsender NBC an die Filmstudios geschickte E-Mail. Die Schauspieler unterstützen mit ihrem Boykott damit den andauernden Arbeitskampf der Drehbuchautoren in Hollywood.


Julia Robert lacht an George Clooneys Seite (Bild: REUTERS/Phil McCarten)


Stars kündigten Boykott an

Die mächtige Schauspieler-Gewerkschaft Screen Actors Guild hatte am Freitag in Los Angeles mitgeteilt, dass zahlreiche Hollywood-Schauspieler die wichtigste Preis-Verleihung nach den Oscars boykottieren würden. Demnach wollten nominierte Schauspieler wie Julia Roberts, Tom Hanks oder George Clooney an der Gala im Beverly Hilton Hotel nicht teilnehmen. Fernbleiben wollten auch diejenigen, die als Präsentatoren eingeplant waren.


Die Autorengewerkschaft WGA hatte zuvor angekündigt, ihre Autoren würden bei der großen Gala Streikposten errichten. Zur Begründung hieß es, die Firma Dick Clark Productions, die die Zeremonie organisiert, gehöre zu den bestreikten Unternehmen.


Drehbuchautoren im Streik. (Bild: EPA)

Trotz Absage der Golden Globe Gala gibt es jetzt eine erste Einigung in dem Streik.


Seit Beginn des Autorenstreiks in Hollywood Anfang November ist dies erstmals Grünes Licht für die Schreiber, ihre Arbeit bei United Artists wieder aufzunehmen.

Einigung mit Cruise-Firma

Das von Hollywoodstar Tom Cruise geführte Filmstudio United Artists (UA) hat sich unterdessen offenbar mit den streikenden Drehbuchautoren auf einen neuen Arbeitsvertrag einigen können. Das Studio und der Autorenverband WGA bestätigten am Montag die Einigung, ohne aber Einzelheiten zu nennen, berichtete das Filmblatt "Hollywood Reporter".


Tom Cruise (foto: reuters/kiyoshi ota)

Nach ernsthaften Verhandlungen läge nun ein Deal vor, "der unsere Leute wieder arbeiten lässt", sagte WGA-Vorsitzender Patric Verrone. Die Produktionsfirma United Artists, die seit 2006 von Cruise und Partnern geführt wird, ist eine Tochter des großen MGM-Studios. UA produziert unter anderem den Stauffenberg-Film "Valkyrie" mit Cruise in der Hauptrolle.


Das zeitweise stillgelegte Studio wurde vor knapp 90 Jahren von den Hollywoodlegenden Charlie Chaplin, Douglas Fairbanks und Mary Pickford gegründet.


Das Ed Sullivan Theatre in New York, in dem die "Late Show mit David Letterman" aufgezeichnet wird. (Bild: EPA)


Sonderregelung auch für David Letterman

Der US-Star-Moderator David Letterman hat kürzlich eine Sonderregelung für seine Produktionsfirma mit dem Autorenverband Writers Guild (WGA) ausgehandelt. Er ging auf Forderungen der Gewerkschaft ein. Im Gegenzug kann er die Schreiber wie gewohnt wieder beschäftigen.


Hollywoods Autoren streiken. (Bild: Reuters)


Mehr als 3000 US-Drehbuchautoren für Film und Fernsehen sind seit dem 5. November im Aufstand. Die WGA fordert für ihre 12.000 Mitglieder eine höhere Beteiligung an DVD-Tantiemen sowie an den Einnahmen bei neuen Medien wie Internet und Mobilfunk. Es ist der erste Autorenstreik seit fast 20 Jahren.


Der Verband der Film- und Fernsehproduzenten (AMPTP), der die Interessen von über 350 Produktionshäusern und großen Studios vertritt, lehnt die Forderungen dagegen nach wie vor ab. Neue Verhandlungen in dem erbitterten Arbeitskampf sind derzeit nicht geplant.







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