Michael Jackson ist tot
Auch drei Tage nach dem Tod von Michael Jackson ist unklar, warum der "King of Pop" einen tödlichen Herzstillstand erlitt. Die Familie des 50-Jährigen ließ dessen Leichnam am Wochenende erneut obduzieren, wie die Prominenten-Website TMZ.com meldet. Die erste Obduktion hat keine Anzeichen auf eine Gewalteinwirkung ergeben.
Nach der Obduktion ist der Leichnam von Michael Jackson seiner Familie übergeben worden. Wie ein Sprecher der Gerichtsmedizin in Los Angeles mitteilte, nahmen die Angehörigen die Leiche des Popstars am Freitagabend (Ortzeit) in Empfang. Wohin die sterblichen Überreste des Sängers gebracht wurden, war zunächst unklar.
Zweite Obduktion
Da die Todesursache noch nicht geklärt ist, soll die Familie von Jackson am Wochenende eine zweite Obduktion in Auftrag gegeben haben, berichtet TMZ.com. Die offizielle Obduktion erbrachte nach Angaben der Gerichtsmedizin keinen Hinweis auf ein Verbrechen. Es seien jedoch zusätzliche toxikologische Untersuchungen angeordnet worden, deren Ergebnisse erst in vier bis sechs Wochen vorliegen dürften. Erst danach werde man sich zur Todesursache äußern. Die Polizei will inzwischen Jacksons Leibarzt weiter befragen.
Der "King of Pop", Michael Jackson ist am Donnerstag in einem Krankenhaus in Los Angeles verstorben. Pläne für Jacksons Beerdigung wurden noch nicht bekanntgegeben. Der Leichnam wird an einem unbekannten Ort aufgebahrt.
Jackson sollte am 13. Juli in London das erste von einer Serie von Comeback-Konzerten geben, die bis März 2010 geplant waren.
Atemstillstand beim Eintreffen der Sanitäter
Jacksons Bruder Jermaine teilte wenige Stunden nach dem plötzlichen Tod erste Einzelheiten mit. Demnach war Jacksons Privatarzt in der Villa des Sängers, als der 50-Jährige vermutlich einen Herzstillstand erlitt. Erste Wiederbelebungsversuche waren ohne Erfolg. Jackson wurde dann in das nahe gelegene UCLA Medical Center gebracht. Dort hätten die Ärzte über eine Stunde lang vergeblich versucht, das Herz des Sängers wieder zum Schlagen zu bringen, erklärte der Bruder vor Reportern in dem Krankenhaus.
Jackson war von seinem Haus in Los Angeles mit einem Notarztwagen in das nur wenige Minuten entfernte Krankenhaus gebracht worden.
Keine Gewalteinwirkung
Der Gerichtsmediziner Fred Corral bestätigte die Ausführungen von Jacksons Bruder in einer Live-Schaltung des US-Senders CNN: "Michael Jackson starb am Donnerstag um 14.26 Uhr Ortszeit (23.26 Uhr MESZ), vermutlich nach einem Herzversagen, in Los Angeles." Die mehrstündige Obduktion hatte nach Angaben der Gerichtsmedizin keine Anzeichen auf eine Gewalteinwirkung ergeben. Es gebe auch keine anderen Hinweise, dass der "King of Pop" einem Verbrechen zum Opfer gefallen sein könnte. Weitere Ergebnisse zur Untersuchung der Todesursache sollten erst nach einer toxikologischen Analyse in vier bis sechs Wochen vorliegen.
Polizei vernimmt Leibarzt
Jacksons Arzt, der texanische Kardiologe Murray, wurde am späten Samstagabend erneut mehrere Stunden lang von der Polizei vernommen. Eine von Murray beauftragte Anwaltskanzlei teilte mit, der Mediziner werde als Zeuge und nicht als Beschuldigter gehört. Murray war bei Jackson, als dieser am Donnerstag in seinem Haus in Los Angeles zusammenbrach. Murray sei bereits am Donnerstag kurz befragt worden, teilte ein Polizeisprecher am Freitag (Ortszeit) in Los Angeles mit. Der stellvertretende Polizeichef Charlie Beck sagte, der Arzt solle "noch einmal gründlich befragt werden", um "einige offene Fragen" im Zusammenhang mit Jacksons Tod mit ihm zu besprechen. Die Polizei hoffe, dass der Arzt dabei "über einige Dinge Aufschluss geben" könne, sagte Beck.
Das letzte Foto des Stars, das im Internet verbreitet wurde, zeigt Jackson auf einer Trage, wie er abtransportiert wird.
Tödliche Spritze?
Medienberichten zufolge spritzte Murray Jackson kurz vor dem tödlichen Zusammenbruch das narkotisierende Schmerzmittel Demerol. Er habe bis zum Eintreffen von Rettungssanitätern verzweifelt versucht, den Sänger wiederzubeleben. Wegen der Todesumstände hat auch die Familie Jackson Fragen an Murray. "Wann kam der Arzt? Was tat er? Hat er ihm ein Medikament gespritzt? Wenn ja, welches?", sagte der mit der Familie nicht verwandte Jesse Jackson dem Fernsehsender ABC.
Angehörige vermuten Medikamentenmissbrauch
Die Familie hält einen Zusammenhang zwischen dem Tod des Popstars und seinem Medikamentenkonsum für möglich. Jacksons Tod sei "nicht unerwartet" gekommen, sagte der Anwalt der Familie, Brian Oxman, dem Sender CNN. Jackson habe in letzter Zeit verschreibungspflichtige Medikamente genommen, um sich für seine bevorstehenden Comeback-Konzerte vorzubereiten. "Ich weiß nicht genau, in welchem Umfang er die Medikamente genommen hat, aber nach dem was der Familie berichtet wurde, war der Umfang erheblich" sagte Oxman.
Die Polizei hat das Gelände vor dem Krankenhaus am Donnerstag weitgehend abgesperrt.
Verzweifelte Fans
Heerscharen von Trauernden versammelten sich am Freitagabend spontan vor dem Krankenhaus der Universität von Kalifornien in Los Angeles. Sie waren gekommen, um Michael Jackson die letzte Ehre zu erweisen und fragten sich verzweifelt, warum der "King of Pop" so früh und unerwartet sterben musste. Vor dem Hospital wurde ein Schrein aufgebaut. Einige hatten Kerzen aufgestellt, andere Blumen und Posters beigesteuert. Helene aus Paris ließ eine Nachricht, handgeschrieben auf einem abgerissenem Zettel, zurück: "Wir werden Dich nie vergessen", schrieb sie. "In einer Zeit, als ich an sonst nichts glaubte, habe ich Dir vertraut", bekennt ein anonymer Fan.
Fans trauern über den Tod des "King of Pop".
Kinder vorerst bei der Großmutter
Die drei Kinder von Popstar Michael Jackson sollen nach dem plötzlichen Tod ihres Vater vorerst bei ihrer Großmutter bleiben. Dies teilte Brian Oxman, langjähriger Anwalt der Jackson-Familie, der US-Zeitschrift "People" mit.
Prominente & Fans trauern
Stars und Fans reagierten mit Bestürzung und Trauer. "Ich kann nicht aufhören über diese traurige Nachricht zu weinen", teilte Madonna mit. "Ich habe Michael Jackson immer bewundert. Die Welt hat einen der Größten verloren, aber seine Musik wird für immer weiterleben." Lisa Marie Presley, die Mitte der 1990er Jahre kurz mit Jackson verheiratet war, sprach von einem "massiven Verlust". Sie denke vor allem an Jacksons Kinder, "die ihm alles bedeuteten". Hollywoodstar Elizabeth Taylor, Jacksons langjährige enge Freundin, war nach Angaben ihres Sprecher "zu sehr am Boden zerstört", um den Verlust in Worte zu fassen.
Trauer, Betroffenheit und Fassungslosigkeit im Sekundentakt gibt es über die Onlineplattform Twitter. Weltweit reagierten die Mitglieder des sozialen Netzwerks auf die Todesnachrichten aus Los Angeles. Selbst der britische Außenminister David Miliband twitterte zu den Todesmeldungen. "Noch nie ist jemand so hoch geflogen und so tief gefallen", schrieb er. Musikproduzent Quincy Jones, der mit Jackson das legendäre Album "Thriller" schuf, zeigte sich "absolut erschüttert".
Sämtliche Web-2.0-Plattformen zeigten nach Bekanntwerden der Todesnachricht deutliche Zeichen von Belastung.
Teenie-Star Miley Cyrus schrieb: "Michael Jackson war meine Inspiration. In Liebe und Dank". Schauspielerin Lindsay Lohan schrieb, sie bete für "Michael und seine Familie". Schauspieler Ashton Kutcher twitterte: "RIP, Liebe und Licht für Familie und Freunde, aber vor allem seine Kinder".
Die größte Flut an Nachrichten kommt aber von Jacksons Fans: "Das kann nicht wahr sein", twittert beispielsweise QeenBeee. "Ich bin total geschockt", schreibt SaraBANG. "CMAC1216 ergänzt: "Verdammt, verdammt, verdammt" mariehk: "Ich vermisse ihn jetzt schon."
Das Leben des "King of Pop"
Jackson ist als einer der erfolgreichsten Entertainer der Geschichte bekannt. Er hat 13 Grammy Awards erhalten und schätzungsweise 750 Millionen Platten verkauft. Zu seinen größten Hits zählten "Thriller" und "Billie Jean". Sein Tod markiert das tragische Ende eines langen und teilweise bizarren Abstiegs vom Höhepunkt seiner Karriere in den 80er Jahren. Jackson vereinte damals die "schwarze" und "weiße" Popmusik der USA, dominierte die Charts und begeisterte seine Fans auf der Bühne.
Zu diesem tragischen Ereignis kann nicht gepostet werden.
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