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Heringe liegen in der Auslage eines Fischgeschäftes (Bild: dpa/A3833 Bodo Marks)

Der richtige Fisch für den Fastentisch

Der Karfreitag ist in Österreich traditionell ein Fischtag. Doch nicht jede Fischart ist gleich empfehlenswert - vor allem aus Umweltschutzgründen.


Ö3-Wecker mit Andi Knoll, 6. April 2012

Fische sind wertvolle Eiweißquellen, Selenlieferanten und bieten mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäuren, die gesund für Herz und Kreislauf sind. Vorsicht ist allerdings bei Arten wie Sardinen, Thunfisch, Lachs, Hering und Makrelen geboten, weil sie recht fett sind. Besser sind die fettfreieren Varianten wie Zander, Dorsch und Seelachs.


Thun, Rotbarsch und Pangasius "tabu"

Konsumenten sollten beim Einkaufen von Fisch nach Angaben der Umweltorganisation WWF auf eine ganze Reihe von Sorten lieber verzichten.


Welchen Fisch kann ich bedenkenlos kaufen?

Ohne Gewissensbisse können Verbraucher laut WWF zu Hering greifen, zu Seelachs aus dem Nordostatlantik und Dorsch aus der Ostsee. Lachs und Forelle aus kontrollierter Öko-Aufzucht sind auch unbedenklich. Grundsätzlich sind Meerestiere aus Öko-Aquakulturen in aller Regel unproblematisch. Verbraucher sollten allerdings zu Tiefkühlfisch greifen, der nicht mit dem Flugzeug transportiert wird. Bedenkenlos verzehrt werden können auch Makrelen aus dem Nordost- und Nordwest-Atlantik und Kabeljau aus der Nordost-Arktis, der östlichen Ostsee und dem Nordost-Pazifik.


Traditioneller Heringsschmaus (Bildquelle: APA/HELMUT FOHRINGER)


Bei welchen Arten sollten Konsumenten vorsichtig sein?

Bei Krabben und Garnelen heißt es: genau hinschauen. Die Garnelenbestände aus dem Eismeer etwa sind gefährdet und sollten deswegen nicht gekauft werden. Problematisch ist auch, dass pro Kilo Wildfang fünf bis zehn Kilo anderer Meerestiere als unerwünschter Beifang sterben können. Umweltschützer fordern daher ein Aus für die umstrittene Grundschleppnetz-Fischerei. Auch Nordseekrabben sind deswegen kritisch zu sehen. Für in Farmen gezüchtete Shrimps wiederum werden in großem Ausmaß Mangrovenwälder zerstört.


Worauf sollten Verbraucher an der Fischtheke verzichten?

Gemieden werden sollten Rot- und Viktoriabarsch, Dorade aus dem Mittelmeer und der Pangasius, der zuletzt immer beliebter wurde. Gleiches gilt auch für Thunfisch, bei dem viele Bestände stark überfischt sind. Akut bedroht ist der vor allem für Sushi beliebte rote Thun. Auch Scholle, Seezunge, See- und Flussaal sollten lieber nicht gekauft werden.


Wo kann ich dann überhaupt noch Fisch kaufen?

Biogeschäfte sind immer eine gute Wahl, denn sie bieten wirklich nur Fisch an, dessen Kauf vertretbar ist. Dafür ist die Auswahl oft gering. Die großen Supermarktketten können daher durchaus eine Alternative sein. Hier müssen Kunden laut WWF genau hinsehen. Einen Hinweis auf nachhaltig gefangenen Fisch gibt das MSC-Siegel: ein weißer Fisch auf blauem Grund mit dem Schriftzug "Marine Stewardship Council". Weitere Ökosiegel für Fisch sind "Bioland" und "Naturland".



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