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Neuheit: Die selbstheilende Handyhülle
Hässliche Kratzer auf glatten Smartphones sind keine Seltenheit, und viele rücken diesen mit bunten Hüllen zu Leibe. Doch irgendwann sind auch die zerkratzt. Jetzt gibt es aber eine neue Hülle, die sich selbst reparieren soll.
Ö3-Wecker mit Robert Kratky, 26. Jänner 2012
Das Wunderding kommt aus Japan und heißt "Nissan Scratch Shield iPhone Case". Die Hülle ist mit einem Speziallack für Autos überzogen. Der selbstheilende Lack wurde 2005 zusammen mit der Universität Tokio und der Firma Advanced Softmaterials entwickelt und kommt bereits bei Autos zum Einsatz.
So funktioniert's
Die äußere Schicht des Lacks besteht aus einem gelartigen Material namens Polyrotaxan. Die oberste Schicht besitzt eine feine flexible Struktur und geht nach einiger Zeit in ihren Ausgangszustand zurück. Wärme beschleunigt den Prozess. Kurz: Hat die Hülle einen Kratzer, einfach in die Hosentasche stecken und warten. Nach einiger Zeit ist der Kratzer weg.
Selbstheilende Handyhülle im Handtaschen-Test.
Im Praxis-Test:
Einer der ersten 100 Prototypen hat es aus Dubai nach Wien geschafft, und Ö3 hat ihn getestet. Die Hülle funktioniert tatsächlich. Kleine, feine Oberflächenkratzer verschwinden bereits nach 15 bis 30 Minuten, tiefere hingegen brauchen schon mehrere Stunden bis Tage, und nur die ganz Bösen, bei denen die Lackschicht bereits weggekratzt wurde, bleiben für immer.
Noch immer ein Prototyp
Noch befindet sich das Produkt in der Testphase. Ob und wann die selbstheilende Schutzhülle erhältlich sein wird, und vor allem wie viel sie kosten wird, ist offen. Offiziell will Nissan sich noch nicht festlegen, aber Gerüchten zufolge soll es im Jahresverlauf in Europa auf den Markt kommen.
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