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Screenshot: "Killzone 2" (Bild: Sony)

Killzone 2

120 Entwickler haben ganze vier Jahre an dem Edel-Shooter "Killzone 2" gebastelt. Knapp 19 Millionen Euro wurden dabei ausgegeben und nun stellt sich die Frage: Hat sich das ausgezahlt?


Plattform:
PS3
Genre:
Ego-Shooter
Spieleranzahl:
1 | Online: 2-32
freigegeben ab:
18+ (PEGI)
erhältlich seit:
25.02.2009
Unverbindliche Preisempfehlung:
69,90 Euro

Shooter haben sich noch nie durch ihre Story ausgezeichnet. Manche sind weniger banal als andere, aber auch "Killzone 2" geht storytechnisch nicht sonderlich in die Tiefe. Die bösen Aliens - auch Helghast genannt - leben auf dem unwirtlichen Planeten Helghan. Dort ist es selten kuschelig und so beschließen sie ihren Umzug auf die Erde. Eine Großinvasion startet glücklicherweise vergeblich - die Menschen wehren sich und jagen sie wieder zurück auf ihren Heimatplaneten. Doch der Friede hält nicht lange.



Die Menschen, durch ihren Sieg gestärkt, kriegen den Hals nicht voll genug und beziehen Angriffsposition: Eine groß angelegte Invasion des Heimatplaneten der Helghast wird gestartet, mit dem Ziel deren Führer Visari gefangen zu nehmen, oder zu eliminieren. Doch etwas läuft schief: die Helghast bringen Nuklearsprengköpfe der ISA in ihre Gewalt...


Screenshot: "Killzone 2" (Bild: Sony)


Gameplay

Das Gameplay ist genretypisch: die Aliens formieren sich zur Abwehr während Sie als Spieler in die Rolle von Sev, einem kampferfahrenen Leiter einer ISA-Spezialeinheit schlüpfen. In bester Hollywood-Manier werden gleich zu Beginn eine Salve von epischen Filmsequenzen abgefeuert. Kurz darauf finden Sie sich in einer futuristischen Schlacht die an D-Day erinnert: Deckung suchen, feuern, spurten, werfen, springen, zurück ziehen, nachladen. Ein Schritt in die falsche Richtung endet schnell fatal. Das Kampfsystem wurde mit dem sehr praktischen dynamischen Deckungssystem bestückt, welches erlaubt auf Knopfdruck hinter einer Mauer, einem Fass oder an einer Wand geschmiegt in Deckung zu gehen. Aus dieser Haltung heraus, kann man dann situationsabhängig auch blind feuern. Insgesamt gibt es 10 Missionen in denen Sie sich zwischen den verdammt schlau geratenen Gegnern wie auf einem Mienenfeld bewegen.


Steuerung

Auch Shooter-Profis werden sich anfangs mit der Steuerung richtig schwer tun, denn die Entwickler von Guerilla Games haben eine ungewohnt träge und schwerfällige Steuerung eingebaut um einen möglichst realistischen Effekt zu erzielen. Diese Verzögerungen können zu regelrechten Wutanfällen vor dem Bildschirm führen. Präzise Manöver sind dabei kaum möglich und verleitet zu wilden Feuergefechten auf Wild-West-Art.


Screenshot: "Killzone 2" (Bild: Sony)


Grafik

Optisch ist "Killzone 2" wohl das brillianteste Game am Markt. Sekündlich wird im Spiel ein grafisches Feuerwerk gezündet. Unglaubliche Rauch- und Partikeleffekte erzeugen eine düstere Atmosphäre, die an ganz großes Kino a la "Apocalypse Now" erinnern. Pixelfanatiker kommen bei "Killzone 2" auf jeden Fall auf ihre Kosten. Denn im Detail kann selbst der bisherige Leitbulle des Genres, "Gears of War 2", nicht mithalten.


Der Ö3-Gamecheck mit Shin Chang.

Fazit

Gleich vorweg: "Killzone 2" ist kein Spiel für schwache Gemüter. Das Spiel ist vollgepackt mit brachialer Action und Gewalt. Shooter-Fans haben nicht umsonst vier Jahre auf diesen Titel gewartet. "Killzone 2" ist mit seinen wuchtigen Ex­plosionen, tollen Rauch- und Feuereffekten und bombastischer Musik definitiv ganz oben in der Liga der Ego-Shooter angekommen. Die technische Glanzleistung überzeugt, aber die etwas lahme Story bremst die Euphorie. Szenenweise wirkt "Killzone 2" trotzdem um einiges erwachsener als der Xbox-Konkurrent "Gears of War 2". Einzig die Steuerung ist sehr gewöhnungsbedürftig und bleibt das einzige echte Manko des Spiels.
Falls Sie Shooter-Fan über 18 sind, dann sollten sie einen Blick auf dieses Spiel werfen. Es zahlt sich aus.

Das Spiel bekommt von mir 9 von 10 Gamecheck-Points.






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