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Szenebild aus "Bayonetta" (Bild: Sega)

Ö3-Gamecheck: "Bayonetta"

Huch! Eine Videospielheldin, die aussieht wie Ex-US-Präsidentschaftskanditatin Sarah Palin mit dämonischem Haar, die es auf Engelsarmeen abgesehen hat. Was das wohl für ein Spiel ist?


"Devil May Cry"-Erfinder Hideki Kamiya und sein neue Studio "Platinum Games" liefern mit ihrem Hack'n'Slay-Spektakel "Bayonetta" den Auftakt ins neue Jahr.


Plattform:
PS3, Xbox360
Genre:
Action-Adventure
Spieleranzahl:
1
freigegeben ab:
18+ (PEGI)
Erscheinungsdatum:
8. Jänner 2010
UVP:
69,90 Euro

Story

"Bayonetta" so heißt die neue Anti-Heldin im gleichnamigen Hack'n'Slay-Game. Sie ist die letzte Überlebende eines Hexenclans aus alter Zeit, welcher einst das Gleichgewicht zwischen Licht, Dunkelheit und Chaos garantierte. 500 Jahre lang lag Bayonetta zu ihrem eigenen Schutz – und dem der ganzen Welt, wie wir sie kennen – begraben.
Ihre Befreiung und Wiederbelebung lösen eine Ereigniskette aus, deren Auswirkungen möglicherweise katastrophal sind. Erzählt wird die Geschichte durch Texte und in Flashback-Videos im Game.



Trailer zum Spiel ansehen


Gameplay

Der Spieler darf in die Haut der Hexe Bayonetta schlüpfen und die hat's in sich: 3,5 Meter lange Beine und eine Oberweite, die sogar Dolly Buster in Ehrfurcht versetzt. Ihre Aufgabe: Gleichgewicht zwischen Licht und Schatten aufrecht zu erhalten. Dabei prügelt und kickt Bayonetta sich mit allerlei Special-Moves durch eine Anime-Gothic-Welt, bei der schräger Humor sowie atemlose Actioneinlagen nicht zu kurz kommen. Die Kombo-Liste ist endlos lang und darauf befinden sich Namen wie Eiserne Jungfrau oder Guillotine. Eine weitere Geheimwaffe trägt die Engels-Domina auf ihrem Kopf: Ihre Haare - diese können sich in Null-Komma-Nix in eine tödliche Waffe verwandeln. Hat man einen Endboss mal geschwächt, kann man aus ihrem Haar Monster beschwören, die dem Gegener den letzten Rest verpassen.


Grafik

Verschwenderisch ist das richtige Wort für die Grafik, denn das Game ist so schnell, dass man mit dem schauen nicht nachkommt. Besonders nervig: Die Dialoge finden zum Teil direkt im Kampf statt. Dank der fehlenden deutschen Sprachausgabe muss man Untertitel lesen und gleichzeitig kämpfen.


Gameplay-Trailer: Haar-Attacke


Steuerung

Ich hab gar nicht gewusst, wieviel Unheil man mit zwei Tasten anrichten kann. Nett: Während der Ladevorgänge zwischen den einzelnen Abschnitten sieht man eine Auflistung sämtlicher Kombos und ist in der Lage, sie nach Lust und Laune auszuprobieren.


Sound

J-Pop-Trash pur - das Techno-Synthie-Geduddel kann bei ungeübten europäischen Ohren zum Hörsturz führen.


Der Ö3-Gamecheck mit Shin Chang.

Fazit

"Bayonetta" ist Reizüberflutung total. Das Game ist sexy, rasant und orgiastisch inszeniert - doch für meinen Geschmack haben die Entwickler einfach über das Ziel hinausgeschossen. Das Gameplay läßt dem Spieler kaum Zeit zum Luftholen und die Heldin ist ein übersexualisiertes Superweibchen. "Bayonetta" ist eine höllische Achterbahnfahrt - ein Must Have für erwachsene Anime- und Manga-Fans mit Hang zu Brachialaction. Allen Anderen würde ich eher davon abraten.

Das Spiel bekommt von mir fast schon zu actionreiche 7 von 10 Gamecheck Points.






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