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Ö3-Gamecheck: "Landwirtschafts-Simulator"
Der "Landwirtschafts-Simulator 2009" hat es trotz vernichtender Tests und Bewertungen auf Platz zwei der PC-Jahresverkaufscharts 2009 geschafft. Ab sofort gibt es eine Sonderedition. Was ist das Geheimnis des Erfolges?
Sie erben als Spieler einen alten Bauernhof auf einer idyllischen Insel mit Schäfchenwolken und allem Drum und Dran. Ran ans Gerät!
Plattform:
PC
Genre:
Simulation
Spieleranzahl:
1
freigegeben ab:
3+ (PEGI)
Erscheinungsdatum:
6. Jänner 2010
UVP:
19,90 Euro
Gameplay
Also neu ist bei dieser Sonderedition nicht sehr viel. Die Entwickler haben die 2009er-Version genommen und ein paar neue Missionen und Fahrzeuge dazu gepappt. Das Gameplay bleibt gleich: Ihre Aufgabe ist es, einen profitablen modernen Betrieb zu formen. Damit beginnt der harte Arbeitsalltag am Bauernhof: Traktorfahren, pflügen, säen und ernten. Sie können aus einem Fuhrpark von elf Fahrzeugen auswählen, darunter sieben Traktoren und vier Mähdrescher. Außerdem stehen in dieser umfangreichen Simulation über 20 originalgetreue Gerätschaften, darunter Strohpressen, Mähwerke und Gras-Ladewagen zur Verfügung. Besonderes Augemerk sollten Sie auf die Spielphysik legen. Spätestens nach dem ersten Hindernisparkour, fragt man sich, welches Gefährt man gerade bedient. Ist es ein Skateboard oder ein Traktor? Denn nach einer leichten Bodenwelle dürfte ein eigentlich tonnenschweres Gerät nicht meterweit durch die Luft segeln. Zwischen den Arbeitseinsätzen haben Sie die Möglichkeit, die sehr wenigen Sehenswürdigkeiten der Insel zu erkunden. Ganz merkwürdig - auf der Insel fahren Autos, aber weit und breit sieht man keine Menschen.
Grafik
Detailarm, grobkörnig und lieblos: Die Pixel bröseln einem förmlich aus dem Bildschirm entgegen. Etwas Positives hat das Ganze: die geringen Grafikanforderungen machen das Spiel auch auf wirklich alten PCs spielbar.
Die Mindesvorrausetzungen für das Spiel:
- Microsoft Windows XP, Windows Vista oder Windows 7
- AMD oder Intel (mind. 2 Ghz)
- Nvidia Geforce 6800 Serie, ATI Radeon X850, S3 Chrome 430 GT Grafikkarte oder besser (mind. 128 MB VRAM)
- 1 GB Arbeitsspeicher
- 1 GB Festplattenspeicherplatz
- 1 Soundkarte
Sound
Der billige Plastik-Sound ist eine Beleidigung für das Gehör. Zudem sind die Bauern im Spiel äußerst schweigsam. Sprachausgabe: Fehlanzeige.
Fazit
Ich kann mir den Erfolg des Spiels einfach nicht erklären. Vielleicht hat das was mit Männern und großen Maschinen zu tun. Oder es ist das Erfolgserlebnis, etwas zu säen und dann zu ernten. Ich kann nur aus technischer Sicht sagen, dass es im Vergleich zu aktuellen Spielen definitiv keinen Preis gewinnt. Spieler mit Hang zu großen Maschinen, noch größeren Pixelhaufen und Computerspieldesign aus den 90ern dürfen bei diesem Spiel herzhaft zugreifen. Ansonsten sind die 20 Euro für den "Landwirtschafts-Simulator" eine Fehlinvestition.
Das Spiel bekommt von mir 3 von 10 Gamecheck Points.
"Landwirtschafts-Simulator Gold Edition" für PC vorab für Sie getestet von Shin Chang

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