Katastrophen-Vorsorge – jetzt!

Kennst du die Telefonnummer deiner Mutter auswendig? Wo bewahrst du persönliche Dokumente auf? Diese und andere Fragen werden mit einem Mal relevant, wenn es zu einer Katasrtophe kommt. Wir stellen sie jetzt schon.

Es braucht gar nicht die großen Katastrophen wie Überschwemmungen und Erdbeben, um uns in eine Notsituation zu bringen. Schon ein kaputtes Handy oder ein Stromausfall können unseren gewohnten Alltag ordentlich durcheinander bringen. Dabei ist es gar nicht schwer, solchen Ereignissen vorzubeugen. Wir haben die wichtigsten Tipps für dich zusammengestellt.

Kennst du die Telefonnummer deiner Mutter auswendig?

Verlass dich nicht nur auf den Speicher des Mobiltelefones. Die wichtigsten Nummern solltest du auch auf Papier, oder noch besser, im Kopf haben. Das geht einfach – indem du dir angewöhnst, die Nummern jedes Mal zu wählen und nicht eine Kurzwahl zu benützen.

Wo bewahrst du persönliche Erinnerungsstücke und Dokumente auf: Fotos, Briefe, Filme, Versicherungspolizzen?

Sie sind viel wertvoller als teure Plasmafernsehapparate, weil du diese nicht wieder beschaffen kannst. Sichere sie am besten in einem Möbeltresor – geschützt gegen Feuer und Wasser.

Kopiere deine wichtigsten Dokumente – Versicherungspolizzen, Ausweise, Kreditkarten, usw. – und gib die Kopien einer Vertrauensperson, die nicht im selben Haus wohnt. So hast du es viel leichter, alles wieder zu beschaffen, falls bei einer Katastrophe etwas verloren geht.

Noch genug Sprit im Auto?

Stell dein Auto nie ab, wenn der Tank weniger als halbvoll ist. Es genügt schon, dass du in der Nacht die 20 km zum nächsten Krankenhaus nicht fahren kannst, um deine plötzlich erkrankte Mutter zu besuchen, nur weil der Tank leer ist - von einer Evakuierung vor einer heranziehenden Katastrophe gar nicht zu sprechen.

Ist die Wohnung sicher?

Gewöhn dir an, deine FI-Schutzschalter auf Funktionstüchtigkeit zu überprüfen - immer dann, wenn du von Sommerzeit auf Winterzeit umstellst. Du musst ohnedies viele Uhren umstellen.

Grün leuchtendes Notausgang-Schild
Reuters

Wo geht’s raus?

Sicherheits-Profis haben auch Spaß, dennoch wissen sie immer – egal ob in der Disco, im Hotel oder im Fußballstadion – wo sich die nächsten Notausgänge befinden. Deshalb leben sie auch länger!

Wo ist deine Familie?

Wenn du in einer großen Wohnhausanlage wohnst, vereinbare fix mit deiner Familie, wo ihr einander trefft, wenn du einmal Hals über Kopf aus dem Haus flüchten musst. Treffpunkte zu vereinbaren ist oft hilfreich, vor allem mit Kindern – bei Veranstaltungen, beim Kinobesuch, im Einkaufszentrum... .

Wo sind deine digitalen Fotos und Filme gespeichert?

Nur auf einer Festplatte … wäre sicherlich schade drum. Gewöhn dir doch an, immer wenn du die Fotos von der Kamera überspielst, automatisch eine Sicherungs-CD zu machen und diese außer Haus aufzubewahren.

Nur Bares ist Wahres!

Bargeld ist Steinzeit – außer es funktioniert der Bankomat nicht oder du verlierst deine Karten. Hab immer soviel Geld zu Hause, dass du zumindest für ein Wochenende einkaufen könntest.

Wie bringst du Licht ins Dunkel?

Wenn das Licht ausgeht, stehst du schnell im Dunkeln – außer du hast eine Dynamo-Taschenlampe oder Kerzen im Haus. Und weil Radiohören nicht nur Spaß macht, sondern im Ernstfall Leben retten kann, hast du am besten eine Dynamo-Taschenlampe mit Radio und Handylademöglichkeit.

Bist du durstig?

Pro Person solltest etwa 15 Liter Mineralwasser zu Hause haben – das reicht, um die Trinkwasservorsorgung für mehrere Tage zu garantieren. Und: Prickelndes Mineralwasser hält länger frisch als stilles. Die Kohlensäure kannst du einfach rausrühren, rausschütteln oder mit einer Prise Salz entfernen, wenn du stilles Wasser besser verträgst.

Weißt du, was du besitzt? Und kannst du’s beschreiben?

Gemälde, Kunstwerke, Familienschmuck, Designerstücke… Wie beschreibst du bei Verlust oder Diebstahl den Behörden und Versicherungen, was einmal dir gehört hat? Nimm dir ein bisschen Zeit und mach Inventur. Beschreib und fotografier deine Wertgegenstände, kopiere Rechnungen und leg alles an einem sicheren Ort ab. Wir halten dir die Daumen, dass du diese Dokumente nie brauchen wirst.

Kannst du drei Tage allein zu Hause überleben?

Es müssen keine apokalyptischen Katastrophen passieren, dass man einmal für drei Tage das Haus nicht verlassen kann. Es genügt ein Grippevirus bei Alleinstehenden, extremes Glatteis, Stürme, die den Aufenthalt im Freien gefährlich machen usw. Hast du immer alles zu Hause, was du für drei Tage brauchst? Besonders viel Wasser, damit du ausreichend zu Trinken hast, auch wenn das Wasser einmal nicht aus der Leitung kommt?

Geht’s auch ohne Strom?

Schalt doch einmal den Strom ab – ganz ab. Und versuche für ein paar Stunden dein Leben zu Hause möglichst normal weiter zu leben. Du wirst staunen, was alles nicht mehr funktioniert. Hast du noch warmes Wasser? Funktioniert die Heizung? Kannst du telefonieren? Kochen? E-Mails schreiben? Und nach 24 Stunden ohne Strom? Ein kleiner Camping-Gas-Kocher etwa kann in so einer Situation eine großartige Stütze für dich sein.


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