Screenshot "Moto GP 2014"

Namco Bandai

Moto GP: Entscheidung in letzter Kurve

Der Sieger des Grand Prix von Österreich 2017 in der MotoGP-Klasse heißt Andrea Dovizioso. Der Vorjahreszweite aus Italien bremste am Sonntag in einem packenden Rennen den spanischen WM-Spitzenreiter und Titelverteidiger Marc Marquez aus und feierte seinen dritten Saisonsieg.

Die Entscheidung im Thriller auf dem Red Bull Ring fiel dabei in der letzten Kurve.
Dovizioso wehrte vor 90.000 Zuschauern in Spielberg, darunter ein Teil des erfolgreichen Frauen-Fußballnationalteams, kurz vor dem Ziel den letzten Angriff von Marquez mit Bravour ab, nachdem sich das Duo über die gesamte Renndistanz von 28 Runden einen packenden Kampf geliefert hatte. Der Italiener holte sich seinen insgesamt fünften Sieg in der MotoGP und seinen 14. insgesamt. Der 31-Jährige sorgte zudem dafür, dass Ducati so wie im Vorjahr triumphierte. 2016 hatte Andrea Iannone vor Dovizioso gewonnen.

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Zehntausende MotoGP-Fans bevölkern Spielberg

Zweite Auflage MotoGP in Spielberg und auch heuer wieder an die 200.000 Zuschauer . Sehr viele davon Camper und die Campingplätze sind schon gut gefüllt. Die Stimmung: feucht - aber sehr fröhlich. Valentino Rossi ist der Held für viele aber heuer gibt’s mit KTM erstmals auch ein österreichisches Team im Hauptrennen. Dementsprechend ausgerüstet die Fans. Campingplätze Zufahrtsstraßen und Gelände sind problemlos befahrbar. Daran hat auch der Regen in der Nacht nichts geändert - das große Gewitter ist zum Glück ausgeblieben:

Mit über 200.000 Besuchern hat die Motorrad-WM im Vorjahr ein fulminantes Comeback in Österreich gegeben. Auch 2017 wird der Ansturm der Fans auf Spielberg ähnlich, wenn Weltmeister Marc Marquez, Superstar Valentino Rossi und Co. am Sonntag in der Königsklasse MotoGP am Start sind.

Favorit ist nach dem Vorjahres-Double aber Ducati. KTM schickt bei der Heimpremiere gleich drei Fahrer ins Rennen.

Die Zweirad-WM ist 2017 noch aufregender, denn diesmal geht es auch in der MotoGP äußerst spannend her. Die erste Saisonhälfte brachte zehn verschiedene Podiums-Fahrer, vier verschiedene WM-Führende und fünf unterschiedliche Sieger. Erst mit seinem „Geniestreich“ beim Sieg nach der Sommerpause, vergangenen Sonntag in Brünn, hat sich Honda-Pilot Marquez etwas abgesetzt.

Feel the speed!🏁 // Back-to-back races this weekend as #MotoGP heads to the #AustrianGP!🇦🇹🏁

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Der spanische Titelverteidiger hat nach 10 von 18 Saisonläufen 154 Punkte auf dem Konto sowie 14 Zähler Vorsprung auf seinen spanischen Landsmann Maverick Vinales (Yamaha). Aber selbst Andrea Dovizioso (133), Rossi (132) sowie der fünftplatzierte Daniel Pedrosa (123) könnten theoretisch in Runde elf in Österreich die WM-Führung übernehmen.

WINNER🏁 // @marcmarquez93 #CzechGP

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Rossi ist trotz seiner 38 Jahre nach wie vor der Superstar der Motorrad-Szene. Spielberg ist möglicher Weise eine der letzten Gelegenheiten, den „Doktor“ auf der Rennstrecke in der Steiermark zu bewundern. Für den neunfachen Weltmeister mit der legendären Startnummer „46“ gibt es 2017 eine eigene und in Gelb getauchte Tribüne mit dem Namen „Fan Club Valentino Rossi“. Aber auch Marquez hat in Kurve Nord seinen speziellen „Fan-Corner“, ebenso KTM im Innenfeld.

Vor allem auf dieser Tribüne werden Fans in Orange beim Heim-Debüt der Mattighofener in der MotoGP mitfiebern. Nachdem schon im zweiten Rennen des ersten Jahres in der „Königsklasse“ die ersten WM-Punkte eingefahren wurden und zuletzt in Brünn dank Pol Espargaro (9.) sogar schon der erste Top-Ten-Platz erreicht wurde, sind die Österreicher sehr gut im Plan.

Wie schon am Sachsenring setzt KTM auch in Spielberg neben den Stammfahrern Espargaro und Bradley Smith einen dritten RC16-Piloten ein. Es ist erneut der finnische Testfahrer Mika Kallio. Weil künftig die MotoGP auch in Finnland gastiert, kann sich Kallio damit in Szene setzen. In der Moto2 ist in Spielberg sogar der erste KTM-Sieg drin. In der Moto3 schickt man mit dem ersten 16-jährigen Oberösterreicher Maximilian Kofler einen heimischen Piloten per Wild Card an den Start.

Fünf Wochen nach der Formel 1 stellt der Red Bull Ring mit seinem Layout die Zweirad-Artisten wieder vor eine spezielle Herausforderung. Im Vorjahr triumphierte Ducati in Spielberg erstmals und das gleich doppelt. Sieger Andrea Iannone fährt mittlerweile für Suzuki, dafür sitzt nun der fünffache Weltmeister Jorge Lorenzo auf der brachial schnellen, roten Maschine aus Italien. Der Vorjahres-Zweite Andrea Dovizioso ist beim Ducati-Werksteam geblieben, hat seitdem drei Rennen gewonnen und 2017 kurz sogar die WM angeführt.

(apa/ Anastasia Lopez)