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Conchita Wurst präsentiert Song-Contest-Titel

Mit der Glamourballade „Rise Like a Phoenix“ wird Conchita Wurst am 8. Mai im 2. Halbfinale in Kopenhagen gegen 14 weitere Nationen antreten. Am Dienstag bei Robert Kratky im Ö3-Wecker war der Song nun erstmals zu hören.

„Ö3-Wecker“ mit Robert Kratky, 19. März 2014

„Rise Like a Phoenix“

Im September 2013 begann die Suche nach dem optimalen Song-Contest-Song: Nationale und internationale Komponisten und Produzenten, darunter auch jene, die für die erfolgreichsten Eurovisions-Beiträge der vergangenen Jahre verantwortlich zeichneten, wurden eingeladen, Songs für Conchita Wurst einzureichen. Aus rund 100 eingelangten Nummern fiel die Wahl auf die Glamourballade „Rise Like a Phoenix“, die Conchita und ihr Team sowohl musikalisch als auch mit ihrer Aussage auf Anhieb überzeugte. Conchita Wurst: „,Rise Like a Phoenix‘ ist ein kraftvolles Lied mit einer starken Message, hinter der ich zu 100 Prozent stehe: Egal wie schwierig es ist, man kann aus diesen Zeiten lernen und wachsen.“

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Conchita Wurst und die Reaktionen auf den Song:

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Die Lyrics zum Song

Conchita Wurst mit Robert Kratky und dem Weckterteam.

Hitradio Ö3

Conchita Wurst zu Besuch beim Ö3-Weckerteam

„Bin nicht beratungsresistent“

Robert Kratky hat sich schon im Vorfeld umgehört, was die ÖsterreicherInnen von Conchitas Song halten. Das Ergebnis kommt nicht ganz überraschend: Der Song polarisiert ebenso wie die Interpretin selbst. Dass Conchitas Auftritt beim Song Contest Aufsehen erregen wird, ist unbestritten. Sie hat sich dazu auch schon einiges überlegt: „Bei der Entscheidung, was wir machen, bin ich die letzte Instanz. Aber ich bin nicht beratungsresistent.“ Und was wird sie tragen? Darüber will Conchita nicht zu viel verraten: „Es wird ein bisschen Gold dabei sein und sehr viel glitzern.“

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Conchita Wurst

Hitradio Ö3

Song Contest: Ein Meilenstein für Conchita Wurst

Mehr als „Frau mit Bart“

Als bekanntgegeben wurde, dass Conchita Wurst für Österreich beim „Eurovision Song Contest“ an den Start gehen wird, war das nationale und internationale Medienecho groß. Eine Frau mit Bart beim Song Contest? Conchita Wurst ist aber viel mehr als das: Schon 2012 war sie bei der österreichischen Vorentscheidung dabei und ließ damals denkbar knapp den Trackshittaz mit 49:51 Prozent den Vortritt. Ihr gesangliches Können stellte sie schon bei mehreren österreichischen TV-Castingshows, bei denen sie immer vom Publikum ins Finale gewählt wurde, unter Beweis. Außerdem steht Conchita Wurst für Werte wie Toleranz, Akzeptanz und Respekt vor dem anderen, Werte die auch heute noch immer keine Selbstverständlichkeit sind.

Den Song Contest bezeichnet Conchita im Ö3-Interview als „Meilenstein in meiner Karriere“. Und wenn es nicht funktioniert? „Dann lass ich mir etwas anderes einfallen“, scherzt die Sängerin:

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„Jeder will gewinnen“

Für Conchita wird es in den nächsten Wochen stressig. Nachdem sie bereits einige Länder besucht hat, um für ihren Song zu werben, geht ihre Europatour nun weiter. Nächster Halt: Spanien! Auf ihre Chancen auf den Finaleinzug angesprochen, zeigt sich Conchita selbstbewusst: „Ich habe keine Zweifel. Jeder geht hin, um zu gewinnen. Ohne diesen Kampfgeist braucht man gar nicht hinfahren.“

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Allein gegen Kratky

Im Duell mit Robert Kratky hatte Conchita keine Chance:

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„Zwei Herzen schlagen in meiner Brust“

Conchita Wurst in einem langen Abendkleid

ORF

Die Privatperson Tom Neuwirth, der 1988 in Gmunden in Oberösterreich geboren wurde, und die Kunstfigur Conchita Wurst sind ein eingespieltes Team, das nur im Duo funktioniert. Und das, obwohl sie einander nie zu Gesicht bekommen – und im Spiegel regelmäßig um Augenblicke verpassen. Sie respektieren und schätzen einander von ganzem Herzen. Sie sind zwei eigenständige Persönlichkeiten mit ihren eigenen Lebensläufen, die gemeinsam ein markantes Zeichen für Toleranz und gegen Diskriminierung setzen.

Conchita verdankt ihre Geburt dem Umstand, dass Tom Zeit seines Lebens mit Diskriminierung zu kämpfen hatte. Also schuf er eine Frau mit Bart. Als auffälliges Statement. Als Katalysator für Diskussionen über Begriffe wie „anders“ oder „normal“. Als Ventil, mit dem er seine Botschaft unübersehbar und unüberhörbar in alle Welt tragen will. Aussehen, Geschlecht und Herkunft sind nämlich völlig „Wurst“ (Österreichisch für „egal“), wenn es um die Würde und Freiheit des Einzelnen geht. „Einzig und allein der Mensch zählt“, sagt Tom/Conchita, „jeder soll sein Leben so leben dürfen, wie er es für richtig hält, solange niemand zu Schaden kommt.“

Conchita Wurst in einer Badewanne voller Rosenblüten

ORF/Thomas Ramstorfer

Ö3-Comedy

„Prominente“ Stimmen zu Conchita Wurst:

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Ö3-Reimtime: Conchita Wurst - Douze Points?

Österreich und der Song Contest

„See you next year in Austria“ hieß es, als der charmante Pianist mit seinem „Merci Cherie“ 1966 die Herzen der Luxemburger im Sturm eroberte. Bei seinem dritten Song-Contest-Auftritt holte Udo Jürgens den Event zum ersten und bisher einzigen Mal nach Wien. Aber auch bei seinen früheren Auftritten schnitt der Schlagerprofessor hervorragend ab. Mit einem vierten Platz 1965 („Sag ihr, ich lass sie grüßen“) und einem fünften Platz im Jahr davor („Warum nur, warum?“) führt Udo Jürgens die österreichische Song-Contest-Bestenliste eindeutig an. Vier weitere Platzierungen auf Rang fünf gelangen in den Jahren 1958 („Die ganze Welt braucht Liebe“/Liane Augustin), 1972 („Falter im Wind“/Milestones), 1976 („My Little World“/Waterloo und Robinson) und 1989 („Nur ein Lied“/Thomas Forstner).

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Song Contest Website