Seilkamera fällt bei Ski-WM in St. Moritz zu Boden

Screenshot / ORF

Beinahe-Crash eines Kunstfliegers in St. Moritz

Kurz vor dem 2. Durchgang des Riesentorlaufs der Herren bei der Ski-WM in St. Moritz ist es zu einem Beinahe-Crash eines Kunstfliegers gekommen.

Ein Flugzeug der Patrouille Suisse, einer schweizer Kunstflugstaffel kappte das Drahtseil der Seilkamera die Bilder vom Schlusshang und dem Zielstadion liefert. Teile der Kamera stürzten daraufhin in den Zielraum. Das gekappte Seil verfing sich zudem im Sessellift, auf dem die Athleten zum Starthaus befördert werden. Glücklicherweise wurde niemand verletzt.

Kamera kracht in Zielraum

Bei einer Flugshow im Zielbereicht kappt ein Flugzeug eine Seil und eine Kamera kracht aus großer Höhe in den Zielraum. Menschen kam nicht zu Schaden.


Ö3-Reporter Adi Niederkorn berichtet über diese dramatischen Szenen

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Der Start des zweiten Durchganges musste aufgrund des Vorfalles von 13.00 Uhr um eine halbe Stunde auf 13.30 Uhr verschoben werden.

Keine Flugshow mehr in St. Moritz

„Die Luftwaffe hat entschieden, dass das PC-7-Team in St. Moritz keine Einsätze mehr fliegen wird“, machte Robert Willi, Einsatzleiter der Kantonspolizei Graubünden, am Nachmittag klar. Die Kantonspolizei habe die ersten Sofortmaßnahmen ergriffen. Dies beinhalte u.a. die Spurensicherung. Die eigentlichen Untersuchungen würde aber die Militärjustiz führen, betonte Willi.

„Herausragendes Rennen und würdige Weltmeister“

Die Choreographie der Flug-Show sei den Experten, also den Verantwortlichen der Flugstaffel überlassen gewesen, betonte WM-Direktor Franco Giovanoli. Er hoffe, dass der Vorfall dem Skifest keinen Abbruch tue.

Für den Internationalen Skiverband dankte FIS-Generalsekretärin Sarah Lewis allen beteiligten Stellen und auch dem Organisationskomitee. Durch die Verschiebung hätten alle Läufer eine faire und ausreichende Kurs-Besichtigung gehabt. Lewis: „Wir hatten ein herausragendes Rennen und würdige Weltmeister.“

„Ö3-Musikshow“ mit Thomas Kamenar, 17. Februar 2017 (TF)