Marco Arnautovic: „Man sollte Koller die Hände küssen“

Im Interview mit Adi Niederkorn vom Ö3-Sport rechnet der England-Legionär mit dem ÖFB-Präsidium ab und hat auch eine Teamchef-Empfehlung: Andreas Herzog soll Marcel Koller folgen.

Nach Marc Janko hat gestern auch Marco Arnautovic den Rauswurf des Trainers scharf kritisiert. Derzeit laufen in Wien die Vorbereitungen für die beiden WM-Quali-Spiele am Freitag, 6. Oktober, im Ernst-Happel-Stadion gegen Serbien und am Montag, 9. Oktober, auswärts gegen Moldawien. Es werden wohl die letzten Spiele unter Teamchef Marcel Koller sein.

Kein Verständis für Koller-Rauswurf

Marco Arnautovic feuert im Ö3-Interview gegen die ÖFB-Spitze: „Wahrscheinlich ist es uninteressant, was die Spieler fühlen. Die Leute, die oben sitzen, die spielen nicht. Ich kenne diese Leute nicht. Wenn es vom Fußballerischen ausgeht, ist es eine falsche Entscheidung.“ Koller-Kritiker sehen das anders: Nur vier Siege hat es für das österreichische Nationalteam in den letzten zwei Jahren gegeben und auch die Chance auf eine Qualifikation für die WM 2018 in Russland ist minimal.

Marco Arnautovic und Teamchef Marcel Koller geben sich am Spielfeld die Hand

APA/ GEORG HOCHMUTH

Trotzdem will der West Ham United-Stürmer auch unter einem neuen Teamchef im Nationalteam spielen. Arnautovic wünscht sich „einen guten Kandidaten. Aber man weiß nie was von oben kommt.“ Seine Empfehlung: Der Rekordspieler im Österreich-Trikot, Andreas Herzog, soll den Trainer-Posten übernehmen.

Trotz Fieber am Feld

Seine Nationalteam-Kollegen Alaba, Harnik und Sabitzer haben für die letzten Spiele der WM-Quali krankheitsbedingt abgesagt. Arnautovic ist trotz Halsschmerzen und Fieber angereist. Er will Koller einen guten Abschied bescheren: „So wie er mich immer dabei haben wollte, will ich immer für ihn da sein. Er hat sich das verdient. Man sollte ihm die Hände küssen.“

Das Interview zum Nachhören

„Ö3-Wecker“ mit Robert Kratky, 5. Oktober 2017 (MB)