Lukas Müller zurück am Kulm: „Das ist mein Weg“

Zwei Jahre nach seinem verheerenden Skiflug-Unfall ist Lukas Müller im Rollstuhl an den Ort seines Schicksals zurückgekehrt. Wieso er das unbedingt will und wie ihm die Sportler-Einstellung bei der Genesung hilft: Das beantwortet der Kärntner im Gespräch mit Ö3-Sportreporter Michael Kasper.

Auf der Fahrt zum Kulm hat Lukas Müller Flashbacks - die Bilder sind ganz präsent im Kopf: Am 13.Jänner 2016 - also vor genau zwei Jahren - ist er mit über 100 km/h auf den Vorbau der gigantischen Skiflug-Schanze gekracht. Seit diesem Tag ist der 25-Jährige querschnittsgelähmt.

Zurückzukehren gehört für ihn zur Verarbeitung dazu, auch wenn es ein sehr heftiger Moment wird: „Ich bin kein Roboter. Ich müsste lügen, wenn ich sage, das tut mir nix.“ Und er will auch direkt auf die Schanze hinauf und oben am Zitterbalken sitzen: „Das kann schon sein, dass das wirklich emotional wird“

Lukas Müller im Rollstuhl und Ö3-Reporter Michi Kasper kockend vor einem Kamin

Hitradio Ö3

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„Ich vermisse das Gefühl zu fliegen“

Zu seiner starken Verarbeitung sagt Lukas Müller: „Man tut sich leichter, wenn man die positiven Dinge an so einem Unfall sieht. Die größte positive Sache ist, dass ich es überlebt habe.“

Und der 25-jährige sagt, er sieht sich nach wie vor als Sportler:
„Man verlernt ja nicht das Denken, nur weil man eine auf den Kopf gekriegt hat,“ sagt er lachend: „Ich könnte gar nicht anders.“

Ö3-Supersamstag mit Tom Kamenar, 13.Jänner 2018 (MB)