Mann schaut in den Spiegel

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Warum uns Perfektionismus krank macht

„Alles perfekt“ heißt das neue Programm der Comedy Hirten. Dass Perfektionismus nicht alles ist, sondern regelrecht krank machen kann, hat eine Salzburger Psychiaterin im Ö3-Wecker erklärt.

„Perfektionismus ist ein großes Thema“, so Dr. Wiebke Buschmann. „Besonders gepusht durch die sozialen Medien, alles muss perfekt aussehen, perfekt gestylt sein, die Leistung muss passen - das ist ein enormer Stress.“

Medien erzeugen Druck

Das kommt laut der Expertin auch von einer Grundangst, nicht dazu zu gehören. Unsicherheit spielt ebenso eine Rolle wie das Gefühl, etwas verbergen zu müssen. Auch die Medien erzeugen auf vielen Gebieten einen großen Druck. „Es wird einem vorgespielt, wie man zu fühlen hat, wie man zu sein hat“, so die Psychiaterin. „Menschen erleben dauernd, dass sie dem nicht ganz entsprechen.“

Frau schaut in den Spiegel

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Nobody’s perfect!

Laut Dr. Buschmann, lässt sich da jedoch auch gezielt gegensteuern: „Perfektionismus macht nicht sympathisch. Perfektionismus macht einem keine Freunde. Authentisch sein schafft echte Beziehungen.“ Die Menschen müssen wieder lernen, zu ihren nicht perfekten Seiten zu stehen.

Zum Nachhören:

Ö3-Wecker mit Robert Kratky, 11. April 2018 (CC)