Strommasten

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Stromausfall - wird’s bei dir finster?

Hast du Kerzen daheim? Also nicht nur ein paar Teelichter für romantische Stunden, sondern so viele, dass du deine Wohnung oder dein Haus über längere Zeit ordentlich erleuchten könntest? Diese Frage stellt sich spätestens, wenn wie am Wochenende in vielen tausenden Haushalten in Oberösterreich und Niederösterreich der Lichtschalter nur mehr „klack“ macht, aber nichts passiert.

Wenn der Strom ausfällt, dann merken wir zuallererst mal daheim: Es bleibt finster, es bleibt im Winter kalt; wenn es überhaupt noch funktioniert, bleibt auch das Wasser kalt und vieles mehr. Aber auch draußen gilt es Verschiedenes zu beachten: Funktioniert der Bankomat noch oder haben die Geschäfte und Tankstellen offen, damit du dich mit Lebensmitteln oder Sprit versorgen kannst? Eines wird nämlich schnell sichtbar: Ohne Strom steht vieles still!

Zum Nachhören: Die wichtigsten Vorsorge-Tipps

Die Checklist

- Kerzen, Zündhölzer und Taschenlampe
Kerzen und Zündhölzer, Taschenlampen, Batterien und auch Ersatzglühbirnen sollten bei dir daheim einen fixen Platz haben - damit du im Ernstfall genau weißt, wo du deinen Vorrat findest und nicht im Dunklen sitzt.

- Warme Decken
Decken oder ein wintertauglicher Schlafsack helfen auch dann, wenn du keine alternative Heizmöglichkeit wie etwa einen Holzofen hast.

- Radio
Besorg dir ein UKW-Radio für Batteriebetrieb (plus Ersatzbatterien) - noch besser eines mit einer Dynamokurbel. Wir informieren dich auf Ö3 verlässlich rund um die Uhr über alles, was du im Krisenfall wissen musst.

Wasserflaschen

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Wasservorrat anlegen!

- Wasser
Sorg für einen Vorrat an Flüssigkeit (am besten kohlensäurehaltiges Mineralwasser), da möglicherweise auch die Wasserversorgung bei dir im Haus vom Strom abhängig ist und es längerfristig und unter Umständen auch zu eine Verseuchung des Trinkwassers kommen könnte.

Die vorrätigen Getränke sollten auch ohne Kühlung für längere Zeit lagerfähig sein.


- Essen
Nicht nur im Falle eines Stromausfalles, sondern generell in verschiedenen Krisensituationen hilfreich: Leg dir einen Lebensmittelvorrat an, der im Idealfall für zwei Wochen reicht.

  • Vorratsmittel sollten auch kalt gegessen werden können (gegebenenfalls Notfall-Kocher bereit halten).
  • Bevorrate nur jene Nahrungsmittel, die auch den Essgewohnheiten der Familienmitglieder entsprechen.
  • Lagere grundsätzlich nur jene Nahrungsmittel ein, die entweder langfristig oder unbegrenzt haltbar sind.
  • Lagere den Nahrungsmittelvorrat möglichst kühl, trocken und lichtgeschützt (achte auf luftdichte Verpackungen).
  • Beschrifte deine Vorratsmittel mit dem Einkaufsdatum, sollten diese Verpackungen kein Haltbarkeitsdatum besitzen.
  • Nachgekaufte Lebensmittel sollten in der Vorratsreserve immer hinten angereiht werden, damit „ältere“ Produkte zuerst verbraucht werden.

- Kochgelegenheit
Besorg dir eine Ersatz-Kochstelle, wie z.B. einen Campingkocher, Spiritus-, Trockenspirituskocher, Gas- oder Holzkohle-Griller (je nach Geräteart und Bedienungsanleitung drinnen oder draußen zu nutzen).

- Bargeldreserve
Ohne Strom spukt auch der Bankomat nichts aus - oder die Kreditkartenzahlung läuft nicht. Dementsprechend sollte jeder Haushalt eine Bargeldreserve daheim haben - empfohlen werden rund 500 Euro in kleineren Scheinen.

- Auto nicht mit fast leerem Tank abstellen
Unter bestimmten Umständen kann plötzlich eine längere Fahrt notwendig werden - und wenn dann etwa durch einen Stromausfall die Tankstellen streiken, sitzt du mit deinem Auto schnell auf dem Trockenen.

Also - so banal es klingt: Je besser du vorbereitet bist, desto besser wirst du dich im Falle des Falles um dich selbst und deine Familie kümmern können.


Team Österreich - Übersicht

(MM)

Ö3-Wecker mit Robert Kratky, 31. Oktober 2017