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Ein Schwein. (Bild: APA/DIETMAR STIPLOVSEK)

So schützt man sich vor der Schweinegrippe

Die Schweinegrippe ist nicht schlimmer als eine herkömmliche Influenza. Mit einfachen Maßnahmen kann man sich vor einer Ansteckung schützen. Wir haben die wichtigsten Infos zur Grippe und die besten Schutzmaßnahmen zusammengestellt.


Wie kann ich mich vor dem Virus schützen?

Die wichtigsten Verhaltensregeln:

  • Regelmäßig Hände waschen - insbesondere vor und nach dem Essen und wenn man mit den Fingern isst (Pommes, Wurstsemmel…);
  • beim Begrüßen auf Hand geben und Küssen verzichten;
  • bei grippeähnlichen Symptomen (Kopf-, Gliederschmerzen, hohes Fieber etc.) Hausarzt kontaktieren und idealerweise um Hausbesuch bitten;
  • große Menschenansammlungen meiden.
Auch der direkte Kontakt zu Erkrankten sollte vermieden werden. Ein Mund-Nasen-Schutz kann einen gewissen Schutz bieten, wird aber von der WHO für die Allgemeinbevölkerung nicht generell empfohlen.


Wie gehe ich mit infizierten Menschen um?

Da die Schweinegrippe nicht anders verläuft als die herkömmliche Influenza, können sich die Patienten häufig in häuslicher Pflege erholen. Betreuende Personen sollten sich an die oben genannten Regeln besonders streng halten. Bei direktem Kontakt ist es durchaus sinnvoll, wenn die erkrankte Person eine Atemmaske aufsetzt, um zb. durch Husten oder Niesen die pflegenden Personen nicht anzustecken. Solange die Erkrankten keine Atemnot haben ist damit allen geholfen.


Wie wird das Grippevirus übertragen?

Es handelt sich um ein Influenza-A-Virus mit der Bezeichnung H1N1, das sich von Mensch zu Mensch überträgt. Es enthält DNA von Viren in Schweinen, Vögeln und Menschen. Das Virus wird durch Händeschütteln, Niesen und Husten übertragen. Obwohl es wahrscheinlich von Schweinen stammt, sehen die Weltgesundheits-organisation (WHO) und die Regierung in Mexiko keine Gefahr durch den Verzehr von Schweinefleisch.


Eine Flüssigkeit wird in einem Labor in ein Kunststoffgefäß gefüllt. (Bild: APA/GEORG HOCHMUTH)


Welche Symptome treten beim Menschen auf?

Die Symptome der Schweine-Influenza sind ähnlich den Symptomen der saisonalen humanen Influenza: Fieber, Husten, Kopfschmerz, Schnupfen, Halsschmerzen, Durchfall, Erbrechen und Muskelscherzen. Beim Auftreten von Grippesymptomen sollten Sie sich auf jeden Fall von einem Arzt untersuchen lassen.


Wie häufig tritt Schweine-Influenza beim Menschen auf?

In Mexiko sind offenbar innerhalb weniger Wochen mehrere Dutzend Menschen an Schweinegrippe gestorben. Ingesamt sind laut Medienberichten mehrere hundert Erkrankungen bei Menschen registriert worden. Auch in Kalifornien und Texas sind einige Erkrankungen aufgetreten, aber kein Todesfall.


Wie gefährlich ist das Virus?

Die Weltgesundheitsorganisation hat die Grippe als "Gefahr für die öffentliche Gesundheit von internationalem Ausmaß" eingestuft. Sie wird als größtes Risiko für eine großflächige Epidemie seit dem Wieder-Auftreten der Vogelgrippe 2003 bewertet, bei dem von 421 Infizierten 257 Menschen in 15 Ländern starben.


Soll ich mir vorsorglich Medikamente besorgen?

Experten raten davon ab, private Vorräte zu bunkern. Die Medikamente sind rezeptpflichtig und müssen unter ärztlicher Kontrolle eingenommen werden. Eine Unterdosierung könnte zum Beispiel Resistenzen bei Viren fördern. Zudem ist die Eigendiagnose bei einer Influenza unzuverlässig, da sie auch mit anderen akuten Erkrankungen verwechselt werden kann.


Sollen Reisen nach Mexiko verschoben werden?

Behördenangaben zufolge ist dies nicht nötig, auch gibt es den Angaben zufolge keine Pläne der Regierung Mexikos, die Grenzen zu schließen.


Hotline für Fragen zur Schweinegrippe

Für Fragen zur Schweinegrippe wurde bei der Agentur für Gesundheit- und Ernährungssicherheit (AGES) eine Hotline (05-05-55-555) eingerichtet, die täglich von 7.00 bis 20.00 Uhr erreichbar ist.





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