Überfluss in Österreich

Volle Regale in der Brot-, Gemüse- und Milchabteilung bis zum Ladenschluss. So will es der Konsument, sagt der Handel.

Obstregal im Supermarkt

Martin Parzer / picturedesk.com

Allerdings dann natürlich nicht mehr das Brot vom Vortag, auch nicht die Milchprodukte nahe dem Ablaufdatum und auch nicht, das nicht mehr ganz knackfrische Gemüse. Dazu kommt die Lebensmittelindustrie, die eher zu viel als zu wenig produziert.

Die Folge: Tonnen von genussfähigen Lebensmitteln landen jeden Tag in Österreich auf dem Müll und müssen von Industrie und Handel um teures Geld entsorgt werden.

  • Jedes fünfte Brot landet im Müll! Wien wirft jeden Tag so viel Brot weg, wie man bräuchte um ganz Graz zu ernähren!
  • 387 Euro in die Mülltonne! Jährlich werden pro Kopf 387 Euro unnötig für Lebensmittel ausgegeben, weil sie nicht gegessen werden, sondern im Müll landen. Geschätzte 25 Prozent aller gekauften Lebensmittel wandern in die Tonne!
  • Ganz Innsbruck könnte ein Jahr aus der Mülltonne essen! 166.000 Tonnen verpackte oder angebrochene Nahrung landen pro Jahr im Müll. Damit könnte man ganz Innsbruck oder Graz ein Jahr lang ernähren.
  • In den Müll statt in den Magen! Laut Umweltministerium beträgt der Anteil biogener Abfälle im Restmüll 37 Prozent. Sechs bis zwölf Prozent des Restmülls sind originale und angebrochene Lebensmittel.
  • Rund 45 Kilogramm Lebensmittel pro Lebensmittelfiliale werden entsorgt, weil sie nicht mehr verkauft werden können.


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