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Die Ö3 Verkehrsredaktion stellt sich vor
Die Damen von links: Aline Bayer, Kim Kopacka, Kerstin Obermaier, Andrea Rosenberger, Heidrun Braun; die Herren von links: Thomas Ruthner (Leiter der Redaktion), Klaus Gesselbauer, Bernhard Walther, Michi Matzke, Phillip Kofler. Nicht am Bild: Sabine Tassold, Christoph Danninger.
Sicher und schnell ans Ziel
Seit mehr als 30 Jahren begleitet die ORF-Verkehrsredaktion die Ö3-Hörerinnen und -Hörer auf dem Weg zur Arbeit, in den Feierabend, ins Wochenende oder in den Urlaub.
Unser Ziel ist es, Sie auf Ihrer Fahrt zu begleiten und möglichst rasch über Hindernisse und Gefahren zu informieren! Egal ob Geisterfahrer, Unfälle oder Staus, Glatteis oder Lawinengefahr, Hochwasser, Nebel und Rauchentwicklung, Überflutungen, verlorenes Ladegut, Demonstrationen und Veranstaltungen, Zugausfälle oder Verspätungen, Feuerwehreinsätze und Bombenfunde, überfüllte Parkplätze und defekte Bahnschranken – Hitradio Ö3 informiert in den Verkehrsdurchsagen und per TMCPlus. Die Redakteure gestalten außerdem Beiträge für das Programm und die Nachrichten, informieren in Live-Studiogesprächen und erstellen Verkehrsprognosen.
Sandra König (Bild) und Lisa Hotwagner präsentieren die Ö3-Verkehrsinformation im Ö3-Wecker.
Alle Fäden laufen in Wien-Heiligenstadt zusammen
Die Ö3-Verkehrsredaktion befindet sich im Herzen der Ö3-Studios, unmittelbar neben dem Sendestudio A im 2. Stock des Ö3-Hauses in Wien-Heiligenstadt. Hier befindet sich die Schaltzentrale der gesamten ORF-Verkehrsinformation, hier laufen alle Fäden zusammen und von hier aus werden Ö3 und sämtliche ORF-Regionalradios mit Verkehrsinformationen versorgt. Auf Ö3 präsentieren die Verkehrsredakteure selbst die Infos am Mikrophon, in den Landesstudios sprechen Serviceredakteure bzw. die Moderatoren die Verkehrsmeldungen.
Außenstelle in Wien-Inzersdorf
Seit wenigen Jahren hat Ö3 in der ASFINAG-Verkehrssteuerung (AVS) in Wien-Inzersdorf ein Außenstudio eingerichtet und dort Zugriff auf 2.200 Verkehrskamerabilder und die automatischen Stausensordaten. Auch aktuelle Wetterdaten und Baustelleninformationen können jederzeit abgerufen werden. Der Ö3-Redakteur in der AVS ist per Computer-Netzwerk bzw. über Video- und Audioleitung direkt mit den Kollegen in Heiligenstadt verbunden.

Zahlen über Zahlen
1.000.000 - so viele Verkehrsmeldungen gehen jährlich „on air“.
200.000 - so viele Fahrzeuge frequentieren an Spitzentagen die am stärksten befahrene Straße Österreichs - die Wiener Südosttangente (A23) beim Knoten Prater. Mithilfe von Staukameras kann die Ö3-Verkehrsredaktion jederzeit die Verkehrslage auf der Tangente überblicken. Die "Tangente" gehört zu den am stärksten befahrenen Straßen Europas.
35.000 - so viele Verkehrsinformationsmails bekommt die Verkehrsredaktion jährlich von der Polizei zugestellt. Die Kommunikation funktioniert aber nicht nur via Internet, Ö3 ist auch über Telefon-Standleitungen rund um die Uhr mit den Verkehrsabteilungen der Polizei verbunden.
26.000 – so viele Autofahrer und LKW-Lenker sind mit ihren Daten als Ö3ver registriert - und diese Zahl wächst weiter. Ö3ver sind oft die ersten an der Unfallstelle und daher eine besonders wichtige Informationsquelle. Für uns gilt die Faustregel: Kein Stau, in dem nicht mindestens ein Ö3ver steckt. Aber es gibt noch viele andere Informationsquellen: Polizei, Rettung, Feuerwehr, ASFINAG, ÖBB, Verkehrsbetriebe, Autofahrerklubs, Veranstalter etc.
25.000 - so oft steigt die Ö3 Verkehrsredaktion pro Jahr ins Programm ein. Täglich gibt es 48 Fixeinstiege mit einem Gesamtüberblick zur vollen und zur halben Stunde, in dringenden Fällen (etwa bei Geisterfahrern) informiert Ö3 auch zwischendurch.
11.000 – so viele Kilometer umfasst das Schienennetz der ÖBB in ganz Österreich. Die Ö3 Verkehrsredaktion steht im ständigen Kontakt mit der Zugsüberwachung der ÖBB, wie auch mit den Verkehrsbetrieben in den Städten. So können wir über längere Verspätungen, Zugausfälle oder Ersatzbusse im öffentlichen Verkehr informieren.
2.200 – wie heißt es so schön: „Bilder sagen mehr als tausend Worte“. Über Dutzende Monitore können die Ö3-Verkehrsredakteure bis zu 2.200 Verkehrskamerabilder aufschalten und so das Verkehrsgeschehen auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen live mit verfolgen. Möglich ist das durch eine Zusammenarbeit von Ö3 mit der ASFINAG.
1978 – das Jahr der Gründung der Ö3 Verkehrsinformation (anfänglich: "Verkehrsdienst", in den 90ern "Verkehrsfunk", nunmehr "Verkehrsservice"). Ö3 war Vorreiter in Europa. Selbst Reinhard Mey hat der Verkehrsinformation ein Lied gewidmet. Das berühmte "Düdeldü" wurde 1996 durch eine moderne Musikverpackung ersetzt.
500 – durchschnittlich sooft muss Ö3 pro Jahr vor Geisterfahrern warnen. Tendenz zuletzt leicht abnehmend. Gerade bei Geisterfahrerwarnungen gibt es in Österreich definitiv kein schnelleres Medium als Ö3.
150 – ungefähr so viele Straßenpässe gibt es im Bergland Österreich. Im Winter sind viele davon nur mit Schneeketten oder aus Sicherheitsgründen gar nicht zu befahren.
140 – so viele Tunnels in Österreich sind mindestens 100 Meter lang. Oft sind sie Stau- und Unfallhäufungspunkte. Die drei längsten Straßentunnels: Arlberg (14 km), Plabutsch (9 km) und Gleinalm (8 km). Die noch bestehenden einröhrigen Tunnels (z.B. der Pfändertunnel bei Bregenz) werden nach und nach zu zweiröhrigen Tunnels ausgebaut. Zweiröhrige Tunnels sind wesentlich sicherer als einröhrige Tunnels. Letztere gelten auch als Nadelöhre und daher als Staupunkte (klassisches Beispiel: der Tauerntunnel im Sommerreiseverkehr).
24 Stunden am Tag – rund um die Uhr, jeden Tag, das ganze Jahr, informieren wir über die aktuelle Verkehrssituation in Österreich und im benachbarten Ausland.
18 Autobahnen, 12 Schnellstraßen und 263 B-Landesstraßen bilden das Netz der wichtigsten Straßenverbindungen in ganz Österreich. Dazu kommen Tausende kleinere Landes- und Gemeindestraßen.
13 – so viele Verkehrsredakteure arbeiten im Schichtbetrieb in der Ö3 Verkehrsredaktion. Im Regelfall sind drei Redakteure im Dienst. Sie behalten das gesamte österreichische Straßennetz und die öffentlichen Verkehrsmittel im Auge, ebenso die wichtigsten Verbindungen in den Nachbarstaaten, vor allem in Bayern, in der Schweiz und in Südtirol.
10 – so viele Geisterfahrer waren am 25. Juni 2006 unterwegs – ein einsamer, trauriger Tagesrekord
9 – so viele ORF Landesstudios werden von der Ö3-Verkehrsredaktion rund um die Uhr mit Meldungen versorgt.
7 – so viele Fluggeräte, nämlich zwei Hubschrauber und fünf Flächenflugzeuge, bilden die Ö3-Verkehrsflotte, mit deren Hilfe unsere Reporter Staus aus der Luft überblicken und Ausweichtipps geben können
2 – jede Verkehrsmeldung wird sozusagen doppelt bearbeitet. Einmal "analog" für die Durchsagen im Programm, einmal "digital" in einem speziellen Eingabesystem. Die digitalen Meldungen dienen unter anderem zur Verarbeitung in Navigationssystemen.
1 – die ORF Verkehrsredaktion ist in Österreich die Nummer Eins in Sachen Verkehrsinformation. Der Verkehrsservice ist erwiesenermaßen einer der wichtigsten Impulse der Radiohörer, Ö3 einzuschalten. Und darauf sind wir Verkehrsredakteure stolz.

TMCplus - die Zukunft der Verkehrsinformation hat längst begonnen
Thomas Ruthner, Leiter der Ö3 Verkehrsredaktion: Wer innerhalb der EU unterwegs ist, kann bereits jetzt auf ein durchgehendes Verkehrsinformationsnetz zurückgreifen. Verkehrsinfos werden nicht nur via Radio, sondern auch permanent digitalisiert angeboten. Die Verknüpfung des Mediums Radio mit dem neuen Radioverkehrsinformationssystem RDS-TMCplus ermöglicht eine auf die jeweilige Route maßgeschneiderte, sprachunabhängige Verkehrsinformation. Neben dem ORF haben auch die ASFINAG und das BMVIT (Verkehrsministerium) maßgeblich an der Umsetzung von TMCplus mitgewirkt. Mit RDS-TMC (Radio Data System – Traffic Message Channel) ist es möglich, die individuelle Routenplanung mit der aktuellen, dynamischen Verkehrsübersicht zu kombinieren. Seit 2009 ist in Österreich das von Ö3 und der ASFINAG entwickelte TMCplus in Betrieb, eine weiter entwickelte Form von TMC, die es ermöglicht, Verkehrsmeldungen noch rascher und effizienter an die Navigationsgeräte zu senden.
Der TMC-Dienst ist heute schon in Deutschland, in der Schweiz, in Norditalien, Holland, Schweden, Finnland, in Großbritannien, Spanien und Frankreich verfügbar. Durch die Einführung von RDS-TMC in Österreich, ist der Lückenschluss zwischen Bayern und Norditalien erreicht. So können etwa die Verkehrsteilnehmer bereits in Österreich über eine Baustelle in Italien, oder über einen Stau in Bayern informiert werden.
Die Verkehrsmeldungen werden von der Ö3 Verkehrsredaktion in einem speziell dafür entwickelten digitalen Meldungsverarbeitungssystem kodiert und kontinuierlich an TMCplus-taugliche Autoradios bzw. Navigationsgeräte gesendet. Das kann auf Wunsch in der Muttersprache des Fahrers erfolgen, da europaweit Standardcodes existieren. TMCplus meldet somit das Ereignis, den Ort und die Art der Verkehrsbehinderung. Die Meldung wird in TMCplus-tauglichen Empfängern gespeichert und ist auf Knopfdruck abrufbar, zum Beispiel: "A1, Westautobahn, Wien Richtung Salzburg: zwischen Altlengbach und St. Christophen, 8 km Stau nach einem Unfall". Großen Zusatznutzen bieten TMCplus-Meldungen in Kombination mit Navigationsgeräten. Hier wird die aktuelle Verkehrssituation automatisch in die Routenplanung miteinbezogen, Ausweichstrecken werden - sofern vorhanden - berechnet.
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