Sandra König

Petra Kamenar

Morgenroutine: Besser aufstehen mit Sandra König

Durch Homeoffice und Distance Learning haben viele ihre vertraute Morgenroutine verloren. Das Ergebnis: Antriebslosigkeit, Lustlosigkeit und Lockdown-Blues. Dabei gibt es ganz einfache Wege, seine Morgenroutine wiederzufinden und motiviert in den Tag zu starten.

Sandra Königs Buch "Guten Morgen, Leben!"

Kneipp Verlag Wien

„Guten Morgen, Leben!“

von Sandra König
19 x 24,5 cm; 160 Seiten
ISBN 978-3-7088-0792-8
Kneipp Verlag Wien

Das sagt Sandra König vom Ö3-Wecker-Team, die sogar ein Buch darüber geschrieben hat. Morgenroutinen helfen uns, gesund, entspannt und positiv aufzustehen. Warum sind Routinen so wichtig?

„Routinen helfen uns, unseren Alltag zu meistern. Müssten wir jede Entscheidung bewusst entscheiden, wäre unser Gehirn ganz einfach überfordert. Müssten wir also darüber nachdenken, welchen Socken wir zuerst anziehen oder mit welcher Hand wir die Zahnpasta aufschrauben, hätten wir keine Ressourcen mehr für wichtige Entscheidungen. Und diese gelernten und gespeicherten Routinen können wir uns zunutze machen, um uns auf Positiv und Motiviert zu polen und um gesund in den Tag zu starten.“

Wie geht das?

„Es gibt zwei Möglichkeiten, dieses Ziel zu erreichen: Entweder überlegt man sich eine neue Morgenroutine oder erweitert bestehende Morgenroutinen. Also am Weg vom Schlafzimmer ins Bad mach ich drei Sonnengrüße oder fünf Liegestütz. Und das mache ich jeden Tag bis es ganz automatisch passiert, ohne drüber nachzudenken, also zur Routine wird.“

Sandra König

Petra Kamenar

Wie lange muss ich durchhalten?

„Darüber gibt es verschiedene Studien. Die älteste und am öftesten zitierte kommt aus den 50er Jahren. Da hat ein Schönheitschirurg in einer Studie festgehalten, dass es ca. 28 Tage gedauert hat, bis sich seine Patienten an ihre neue Nase gewöhnt haben. Neue Studien belegen einen Zeitraum zwischen drei Wochen und sechs Monaten. Im Schnitt kann man sagen: Willst du dir etwas neues und gesundes angewöhnen, nimm dir sechs Wochen Zeit und mache es jeden Tag. Und wenn du es an einem Tag nicht schaffst, am Tag darauf fix.“

Sandra König

Petra Kamenar

5 Tipps für deine Morgenroutine

Sandra hat fünf einfache Tipps zusammengestellt, um gesund und positiv in den Tag zu starten - 30 Sekunden, die einen Impuls geben, um aus dem Corona-Blues rauszukommen und um positiv in den Tag zu starten.

1. Tipp:

Gleich 2 Tipps für Snoozer. Sich vom Handy wecken lassen und den Wecker immer wieder vorzustellen stresst den Körper nämlich jedes Mal aufs Neue wieder. Deshalb 2. Möglichkeiten: 1. Den Wecker ans andere Ende vom Zimmer stellen, wenn man aufstehen muss, um den Wecker abzuschalten, ist man schon aus dem Bett. Oder Tipp 2. Den Vorhang bzw. die Rollos nicht ganz zu machen. Sobald unser Körper wahrnimmt dass es hell wird, schüttet er mehr vom Aufwachhormon Cortisol aus und stellt auf Tag um und das Aufstehen fällt uns leichter! Also den Tag reinlassen!

2. Tipp:

Viele lassen sich von ihrem Handy wecken und der erste Griff nach dem Aufwachen ist zum Handy. Und wenn man schon den Wecker ausgeschaltet hat, schnell noch die wichtigsten Nachrichten checken, hat jemand auf WhatsApp geschrieben, was tut sich auf Facebook und Insta und schon ist die erste halbe Stunde des Tages verloren und der Stress geht los um pünktlich in der Schule, pünktlich online oder in der Arbeit zu sein. Der heutige Tipp: Handy erst mal ausschalten und entspannt in den Tag starten. Sollte etwas Weltbewegendes passieren sagen, wir es fix versprochen im Radio. 30 Minuten Digital Detox bevor der Wahnsinn losgeht tun so gut!

3. Tipp:

Bewege dich in den Tag - Wenn wir uns gleich morgens in alle Richtungen dehnen und strecken und alle Muskeln aufwecken, kommt unser Stoffwechsel in Fahrt und wir sind den ganzen Tag über konzentrierter und fokussierter. Dabei ist vollkommen egal was man macht und in seine Morgenroutine einbaut. Ich mache in der Früh 5 Minuten Yoga am Weg vom Schlafzimmer ins Bad, andere nehmen sich sogar Zeit z.B. eine halbe Stunde laufen zu gehen. Alles zu heftig: Dann jetzt ddas Radio laut aufdrehen und TANZEN - den ganzen nächsten Song durch – so wild wie möglich – sieht eh keiner! Die Discos haben schon so lange zu, das holen wir JETZT nach! Sich aktiv in den Tag zu bewegen macht einen Unterschied! Es tut so gut.

4. Tipp:

Richte deine Aufmerksamkeit auf das was du hast und nicht darauf was dir fehlt. Jeder hat ab und zu Tage, an denen er sich denkt: Es ist einfach alles zu viel. Corona, Lockdown, Freunde darf man nicht treffen, nicht essen gehen … Da kann dieser Trick helfen! Nehmen sie einen Zettel nehmen und schreiben sie 3 Sachen auf, für die sie dankbar sind. Es können große Dinge sein, aber auch ganz kleine. Und diesen Zettel kleben sie dann an den Kühlschrank. Und morgen nach dem Aufstehen schreiben sie wieder eine Sache auf und übermorgen die nächste. Tag für Tag fokussierst man so auf die guten Dinge im Leben und schon bald ist das Glas automatisch halbvoll und nicht mehr halbleer 😉.

5. Tipp:

Mach den Morgen harmlos: Morgenmuffel hassen alles was anstrengend ist. Deshalb mein Tipp: So viel wie möglich vorbereiten. Will man in der Früh Sport machen, die Sportkleidung rauslegen. Möchte man gesund frühstücken, am Vorabend z.B. Over Night Oats, also ein Müsli vorbereiten. Legt man am Abend schon die Kleidung für den nächsten Tag raus, bleibt in der Früh mehr Zeit um z.B. Yoga zu machen oder ohne Stress mit dem Herzensmenschen zu frühstücken. Und wenn man dann ganz entspannt in den Tag gestartet ist, flutscht der Rest auch 😉

„Ö3-Wecker“ mit Robert Kratky, 15. April 2021