Seiler und Speer beim Red Bull Music Soundclash

Sebastian Binder / Red Bull Content Pool

Soundclash: Seiler und Speer gewinnen!

Es war ein äußerst unterhaltsamer Abend, gestern beim Red Bull Music Soundclash, präsentiert von Hitradio Ö3. 2 Bands – 2 Bühnen – 1 Battle. Seiler und Speer gegen The BossHoss. 6.000 Fans haben beide Bands gefeiert, der Heimvorteil hat aber dann letztendlich den Ausschlag für Seiler und Speer gegeben.

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Zum Glück haben Seiler und Speer gewonnen, denn Christopher Seiler ist ein sehr schlechter Verlierer: „Ich wäre extrem ang’fressen gewesen, wenn wir verloren hätten“, hat er beim Ö3-Siegerinterview gemeint, „aber ich muss den Burschen von The BossHoss auch gratulieren – die haben wirklich geil gespielt.“

Christopher Seiler

Sebastian Binder/Red Bull Content Pool

Heimspiel für Christopher Seiler.

Klar, Seiler und Speer haben einen extremen Heimvorteil gehabt. Aber es war nicht ganz so krass wie im Fußball. Wenn Hertha BSC auswärts im Hanappi-Stadion gegen Rapid spielt, hat die Berliner Mannschaft bei den Wienern Fans keinen Auftrag. Beim Red Bull Music Soundclash haben aber auch die Hardcore-Fans von Seiler und Speer ganz fair für The BossHoss applaudiert. Und das völlig zu Recht.

The BossHoss beim Red Bull Music Soundclash

Matthias Heschl/Red Bull Content Pool

Crowdsurfen? Ja, bitte!

„Wir haben viele neue Fans dazugewonnen“, hat sich Sascha von The BossHoss bei der Aftershow-Party über einen fulminanten Auftritt gefreut. Und beim Bierkonsum waren die Berliner Cowboys dann sowieso in ihrer eigenen Liga unterwegs und schon nach kurzer Zeit uneinholbar in Führung. Grund zum Feiern hatten sie allemal.

The BossHoss beim Red Bull Music Soundclash

Philipp Schuster/Red Bull Content Pool

It’s Rock’n’Roll: The BossHoss

Ihre Version von „Vienna Calling“ war nicht nur unpeinlich, sondern höchst originell, mit einer besonderen Würdigung von Falco, als The BossHoss das Publikum dazu gebracht haben, kollektiv vor dem österreichischen Superstar niederzuknien. Seiler und Speer, auch nicht fad, haben dafür mit einem Streicherensemble gekontert und eine sehr feierliche Version dargebracht.

Seiler und Speer mit Rea Garvey beim Red Bull Music Soundclash

Sebastian Binder / Red Bull Content Pool

Seiler und Speer mit Überraschungsgast Rea Garvey.

Besonders umjubelt wurden die jeweiligen Überraschungsgäste. Josh. hat standesgemäß im roten Anzug mit The BossHoss seinen Mega-Hit „Cordula Grün“ in die Marx-Halle geschmettert, in einer sehr fetten Version mit Bläsersatz. Auf der anderen Seite hat Rea Garvey gemeinsam mit Seiler und Speer ihren Gassenhauer „Ham kummst“ gesungen und dabei bravourös mit dem Wiener Dialekt gekämpft.

Josh. und The BossHoss beim Red Bull Music Soundclash

Philipp Schuster/Red Bull Content Pool

Josh. hat The BossHoss bei „Cordula Grün“ unterstützt.

Gelungene Auftritte haben auch die beiden Supportbands hingelegt, die übers Hitradio Ö3 den bislang größten Auftritt in ihrer Karriere gewonnen haben. Die Salzburger Rockband Coperniquo hat mit Seiler und Speer „I wü ned“ gesungen, und die Wiener Rockband Jay Bow hat mit The BossHoss „Bullpower“ performt. Die Applausmessung hat dann Coperniquo als Sieger in dieser Runde des Red Bull Music Soundclash gekürt - von beiden Bands wird man hoffentlich in Zukunft noch viel hören.

Coperniquo und Benny Hörtnagl

Sebastian Binder/Red Bull Content Pool

Durften sich über einen Sieg freuen: Coperniquo aus Salzburg.

Kurzum. Es war ein würdiger Abend, der definitiv nach einer Wiederholung schreit. Seiler und Speer hätten auch schon Vorschläge für nächstes Jahr: Entweder die Kelly Family gegen die Backstreet Boys (weil Bernhard Speer keine Karten für das Konzert der Backstreet Boys ergattern konnte) oder André Heller gegen Andreas Gabalier (einfach weil’s lustig wäre).

Song Contest
Clemens Stadlbauer

Milenko Badzic

Ö3-Musikredakteur Clemens Stadlbauer

Aus der Ö3-Musikredaktion...

Ö3-Reporter Clemens Stadlbauer berichtet hier regelmäßig über aktuelle Trends und News aus der Musikwelt.
Neben seiner Arbeit bei Ö3 hat er fünf Bücher veröffentlicht, darunter den Bestseller „Quotenkiller“. Stadlbauer ist verheiratet und Vater einer Tochter.

„Guten Morgen am Sonntag“ mit Martina Rupp, 18. November 2018