Jedes dritte Kind schläft im Elternbett

Die ganze Familie in einem Bett: Co-Sleeping nennt sich das Ganze. In Schweden ist das nicht ungewöhnlich - die Kinder schlafen dort bis zum Volkschulalter bei den Eltern im Bett.

Co-Sleeping

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„Ö3-Wecker“ mit Robert Kratky, 14. Jänner 2014

Auch bei uns wird das gemeinsame Schlafen immer mehr zum Thema. Für die einen ein absolutes No-Go, für die anderen ganz normaler Alltag.

In Skandinavien soll diese Praxis noch viel verbreiteter sein als bei uns - in Norwegen und Schweden soll die Hälfte der Kinder im Bett der Eltern schlafen; in China sollen sogar 90 Prozent der Säuglinge bei den Eltern schlafen.

Bei uns schläft, laut Experten, schläft ein Drittel aller Kinder (auch im Schulalter) bei den Eltern im Bett.

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Family-Coach Martina Leibovici-Mühlberger ist heute zu Gast im Ö3-Wecker und beantwortet die wichtigsten Fragen rund um dieses Thema.

Martina Leibovici-Mühlberger

Hitradio Ö3

Family-Coach Martina Leibovici-Mühlberger

Leibovici-Mühlberger hat selbst vier Kinder - alle schlafen auch bei ihr im Bett. Diese Nähe sei für Kinder nämlich extrem wichtig. Dürfen sie nicht im Bett der Eltern schlafen, kann es schwere psychische Folgen haben, denn Kinder suchen und brauchen laut Leibovici-Mühlberger diese Nähe.

Nachhören: Family-Coach Martina Leibovici-Mühlberger zu Gast im Ö3-Wecker

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Das Kind gibt im Normalfall zwischen dem vierten und sechstem Lebensjahr selbst das Signal, dass es allein schlafen will. Man sollte aber keinesfalls vorher versuchen, dem Kind das Alleineschlafen beizubringen. Wenn es etwa ab dem sechsten/siebten Lebensjahr noch immer nicht im eigenen Bett schlafen will, könnte das auch an den Eltern liegen, so Leibovici-Mühlberger. Vor allem alleinerziehende Mütter und Väter haben oft selbst das Bedürfnis nach Nähe und vermitteln so meist auch dem Kind, dass sie ungern alleine schlafen.

Nachhören: Family-Coach Martina Leibovici-Mühlberger zu Gast im Ö3-Wecker Teil 2

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