Riesen-Bärklau - Die Killerpflanze des Sommers

Vincent/Wiki

Riesen-Bärenklau - die Killerpflanze des Sommers

Eine Pflanze, die zu schweren Verbrennungen führen kann, breitet sich im Moment rasant in Österreich aus - der Riesenbärenklau.

Ö3-Wecker mit Philipp Hansa, 4. August 2016

Nicht jeder kennt ihn, doch wer mit dem Riesenbärenklau in Berührung kommt, wird diese Bekanntschaft lange nicht vergessen. Im ersten Anblick wirkt die aus dem Kaukasus importierte Zierpflanze sehr dekorativ, doch allein das Berühren der Giftpflanze führt zu heftigen Reaktionen.

Verbrennung bei Berührung

Peter Haring, Gemeinderat und Ortsbauernobmann von Wettmannstätten erklärt, warum man sich von der Pflanze eher fern halten sollte: „Allein die Berührung mit dem Bärenklau führt in Kombination mit Sonnenlicht zu schweren Verbrennungen, die nur sehr schwer abheilen.“ Die Haut verfärbt sich rot bis schwarz und weist Verbrennungssymtome auf.
Das Tückische dabei: Oft merkt man es anfangs nicht, weil das Gift eben nur nach UV-Bestrahlung wirkt und wundert sich nachher, woher die Hautschäden kommen!

Riesen-Bärklau - Die Killerpflanze des Sommers

ORF

Riesen-Bärenklau

Alois Litzlbauer / picturedesk.com

...und hier zum Vergleich der ungiftige Wiesen-Bärenklau:

Wiesen-Bärenklau

Geoffrey Swaine / Rex Features / picturedesk.com

Bei Kontakt mit dem Riesen-Bärenklau ist sofortiges Abwaschen mit Wasser zwar ratsam, schafft aber keine Abhilfe!! Weil das Gift unter der Haut bis zu 48 Stunden nach Kontakt noch Probleme auslösen kann, sollte man die betroffenen Stellen mindestens für diese Zeit vor Sonnenlicht schützen und einen Arzt aufsuchen.

An besonders heißen und sonnenreichen Tagen kann die Pflanze die Toxine auch direkt an die Luft abgeben, weshalb der Aufenthalt sogar schon in der Nähe der Pflanze an solchen Tagen zu Atemnot führen kann.

Erkennen kann man den giftigen Riesen-Bärenklau an seinem behaarten, rot gesprenkelten Stängel.

Verbreitung in ganz Österreich

In den letzten fünf Jahren wurden alleine in Vorarlberg 20 schwere Vergiftungsfälle dokumentiert. Auch in Tirol und Kärnten wird die Pflanze zunehmend zu einem Problem, über diese Regionen breitete sie sich nun auch in den Osten Österreichs weiter aus. Vor einigen Tagen ist z.B. ein Fall in Zwettl aufgetreten. (Red./MB/SC)

Stmk.: Gefährliche Pflanze wuchert in Weststeiermark
Ktn.: Giftiger „Riesenbärenklau“ wird zu Plage
NÖ.: Bärenklau löst schwere Verbrennungen aus