Michael Strasser und Tom Filzer

Walter Dunger / Hitradio Ö3

Österreicher fährt mit Fahrrad von Alaska nach Patagonien

Der österreichische Extremsportler Michael Strasser möchte mit seinem Projekt „Ice 2 Ice“ die Grenzen des Möglichen ausloten. Mit dem Fahrrad geht es von Alaska nach Patagonien - ein Weltrekordversuch.

„Ich möchte die Grenzen des Möglichen ausloten“

23.000 Kilometer auf dem Fahrrad in weniger als 100 Tagen. Das ist der Weltrekordversuch des Extremsportlers aus Niederösterreich. Sein Projekt startet er am 23. Juli in Alaska, in weniger als 100 Tagen möchte er mit seinem Team ein Patagonien eintreffen.

"Ich möchte mir selbst beweisen, was in meinem Körper steckt und die Grenzen des Möglichen ausloten“, will Strasser seinen Körper fast schon übermenschlich ausreizen. Dass er belastbar ist, weiß Strasser bereits aus der Vergangenheit.

Michael Strasser im Ö3-Talk mit Tom Filzer:

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Michael Strasser im Studio

Walter Dunger / Hitradio Ö3

Im Frühjahr 2016 hat er sein Projekt „Cairo 2 Cape“ umgesetzt. Innerhalb von nur 36 Tagen ist er von Kairo nach Kapstadt geradelt und hat seinem Körper alles abverlangt. Sein großes Ziel, den Weltrekord auf dieser Strecke zu knacken, hat er verwirklicht.

Die Facts zu Ice 2 Ice:

Distanz 23.000 Kilometer
Höhenmeter 185.000 Höhenmeter
Aktueller Rekord
99 Tage 12 h 56 min von
Brite Dean Stott
Start Prudhoe Bay/Alaska
Ziel Ushuaia/Patagonien
Betreueranzahl 4
Länder 14
Grenzübergänge 16
Bekannte Städte
Calgary, Denver, Mexico City,
Santiago de Chile
Bekannte Gebirge
Rocky Mountains, Anden
Gebirge

Eine große logistische Herausforderung

Auf dem Weg zum Weltrekord begleiten ihn vier Betreuer: Freundin Kerstin Quirchmayr, Kameramann Chris Wisser, Physiotherapeutin Viola Minixhofer und Übersetzerin Viktoria Klammerth, die sich rund um die Uhr um Michael Strasser kümmern werden. Aber bereits in der monatelangen Vorbereitung baut Strasser auf sein Umfeld. „Ohne die vielen Helfer rund um mich, würde das alles überhaupt nicht funktionieren.“

Gemeinsam mit Wegbegleitern und Freunden wird akribisch an der Streckenplanung gefeilt, die Begleitautos werden von A nach B gebracht und letztlich verschifft. Außerdem müssen die vielen Ersatzteile und Lebensmittel, die vor Ort gebraucht werden, ebenfalls verpackt und verschifft werden.

„Es sind so unglaublich viele Kleinigkeiten auf die wir achten müssen. Sonst kann es passieren, dass das Projekt von einem Tag auf den anderen endet.“

2 Wochen zum Akklimatisieren

Bereits am 7. Juli, also etwa zwei Wochen vor dem Start des Projekts, wird Strasser zusammen mit Freundin Kerstin anreisen und sich akklimatisieren. Nicht nur die Zeitumstellung ist eine Herausforderung, sondern auch das Klima. „In Alaska ist zwar gerade Sommer, aber trotzdem liegt momentan viel Schnee auf den Straßen. Daran muss ich mich jetzt erstmal wieder gewöhnen“, sagt Strasser, der sich durch das Wintertraining in Österreich bereits auf die kalten Bedingungen eingestellt hat.

Michael Strasser beim Training mit Freundin

Craig Kolesky / Cocoon

Bis zum Start am 23. Juli 2018 warten auf Strasser und sein Team jede Menge Arbeit. „Wenn ich am Start bin, wird ein großer Druck abfallen, dann vertraue ich auf meinen Körper und werde
mit dem Ziel vor Augen, den Weltrekord von unter 100 Tagen, jeden Tag mein Bestes geben“, so Strasser.

Fahren für den guten Zweck

Wie in Afrika wird Michael Strasser mit seinem Projekt die Spendentrommel rühren. Er hat aufgrund seiner an ALS erkrankten Mitbewohnerin Sarah, um die er sich 1,5 Jahren intensiv kümmert, einen direkten Bezug zur Amyotrophen Lateralsklerose-Erkrankung.

Merh Informationen zum Projekt „Ice2Ice“ gibt es HIER.

Ö3-Supersamstag, mit Tom Filzer, am 7. Juli 2018 (VK)