Sonne

Pixabay

Was tun gegen die Auswirkungen des Klimawandels?

Hitzewellen sind mittlerweile Standard, Allergien nehmen zu, das Wetter wird immer extremer, und neue, gefährliche Insektenarten sollen heimisch werde. Die Auswirkungen des Klimawandels sind nicht zu leugnen, auch für Österreich. Aber was sind die Maßnahmen?

Leider ist Österreich vom Klimawandel stärker betroffen als andere Länder. Experten rechnen mit einem Temperaturanstieg von 5,5 Grad bis zum Ende des Jahrhunderts. Das ist diese Woche beim „Austrian Special Report für Gesundheit Demographie und Klimawandel“ präsentiert worden.

Wir haben kein Meer, das die Temperaturen stabilisiert. Zusätzlich verstärken unsere Berge die Auswirkungen des Klimawandels, sagt Ingmar Höbarth Chef des Klima- und Energiefonds: „Die Alpen heizen sich stärker auf, wir haben weniger Schneebedeckung und die dunkeln Flächen werden durch die Sonne besonders aufgeheizt."
Wir wissen, wie wir uns vorbereiten müssen, sagt der Chef des Energiefonds. Aber wie?

  1. müssten Städte umgeplant werden. Durch die dichte Bebauung heizt es extrem auf. Grüninseln müssten geschaffen werden, Brunnen oder Parks reduzieren die Hitze, außerdem müssten Gebäude begrünt werden.
  2. Hitzewarnsysteme sollten installiert werden.
    Öffentliche Medien wie Ö3 kämen hier zum Einsatz und sollten die Bevölkerung informieren und vor der Hitze warnen. Außerdem könnten über einen SMS-Verteiler Nachrichten an Kindergärten und Schulen verschickt werden, die vor der Hitze warnen und raten, zu Mittag lieber nicht rauszugehen.
  3. geht es um Aufklärung. Die Bevölkerung sollte informiert werden, dass neue Insektenarten bei uns heimisch werden, sagt Ingmar Höbarth vom Klimafond: "Man muss Bewusstsein schaffen, dass es wichtig wäre, Insektenschutzgitter zu installieren oder sich mit Mückenschutzmittel einzuschmieren. Und es müssten ein Gelsenmonitoring geben, das voraussagt, falls es eine starke Saison gibt, um die Bevölkerung zu warnen.“
Thermometer

Pixabay

Österreichweit gibt es mittlerweile 20 Modellregionen, die sich jetzt schon konkret damit beschäftigen, wie sie mit den Folgen des Klimawandels umgehen werden.

Beispielsweise das Pulkautal im Weinviertel, der Bregenzerwald und das Lavanttal, sagt Höberth: „Hier werden direkt mit den Bürgermeisterinnen oder dem Bürgermeister und der Bevölkerung vor Ort Maßnahmen erarbeitet. Das können Maßnahmen zur Sicherung der Trinkwasserqualität sein, Hitzeschutzpläne, Beschattungen oder die Planung von Grünflächen.“
Der Klimawandel ist also Realität und die Politik ist gefordert.

„Ö3-Supersamstag“ mit Tom Filzer, 15. September 2018 (Gabriele Euler-Rolle)