Eine Frau beim Onlineshoppen

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Guide: So pimpst du dein Online-Inserat

Ka-Ching! Jetzt, zu Semesterwechsel, ist die Zeit, um Altes weiterzuverkaufen. Vor allem Laptops und Handys boomen gerade richtig im Netz. Ö3-Reporter Martin Krachler hat die Profi-Tricks zusammengetragen, damit du beim Verkaufen alles rausholst!

Denn die Anzahl der Anzeigen im Netz ist schier unendlich. Da heißt es, erstmal mit seinem Inserat aus der Masse herauszustechen. Daher gilt: „Pimpen, pimpen, pimpen!“

Ö3-Reporter Martin Krachler hat sich für dich Studien zum Online-Verkauf angesehen und mit Expertinnen und Experten gesprochen: Mit diesem Guide pimpst du dein Online-Inserat at it’s best!

1) Das Angebot mit den meisten Fotos gewinnt

Das hat eine Analyse von willhaben für Ö3 ergeben: Je mehr Fotos ein Inserat hatte, desto höher die Chancen in der Regel, einen Treffer zu laden - oder bei der Wahl zwischen zwei Angeboten zu punkten. Außerdem, sagen die Profis:

  • Fünf Fotos sind Minimum, deine Käufer wollen jedes noch so kleine Detail sehen!
  • Am besten du fotografierst bei Tageslicht in der Nähe von einem großen Fenster.
  • Verwende keinen Filter! Der verzerrt gegebenenfalls nur die Farben und kann zu unschönen Überraschungen spätestens bei der Übergabe führen.
  • Lass’ das Gerät eingeschaltet und zeig’ auf den Fotos, dass es gut funktioniert! Bei Kleidung: Frag deine Geschwister oder deine Freunde und lass’ sie für dich modeln! So bekommen die Käufer nämlich einen viel besseren Blick
  • Gib’ die Originalschachtel dazu! Das macht dich und deine Anzeige top-seriös. Selbiges gilt für die Original-Rechnung.
  • Pro-Tipp, der funktionieren kann: Nimm für die Fotos einen roten Hintergrund, zum Beispiel einen Karton. Wissenschaftler haben herausgefunden: Die Farbe Rot merken wir uns am längsten.
Online-Shopping

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2) Mach’ den Titel so lang es geht!

Das ist das Erste, worauf deine potentiellen Käufer bei deiner Anzeige stoßen. Und neben ansprechenden Fotos sollte auch dein Titel überzeugen und Interessierte zu deinem Inserat locken.

So wird auf den Plattformen gesucht

  • Besonders viele Käufer durchforsten auf den Online-Verkaufsplattformen die Anzeigen nur noch nach Signalwörtern, oder haben Suchagenten, die auf solche Signalwörter reagieren und Alarme aktivieren.

Das sind die Signalwörter in der richtigen Reihenfolge:

  • Marke
  • Artikelname
  • Größe
  • Originalpreis

Je mehr davon in deinem Titel Platz hat, desto besser! Anheizen kannst du deine Verkaufschancen außerdem mit einer kurzen aber emotionalen Story zum Produkt, die Interessierte möglichst bewegen soll, rät Andreas Pucher von „willhaben“.
Aussehen könnte das laut ihm dann so: „Ich hab’ diese Lederjacke auf dieser oder jener Reise gekauft, immer gehegt und geplegt - aber jetzt ist es Zeit, sie weiterzugeben.“ Eine glaubwürdige, eine schöne, eine nette Geschichte, die auch Emotionen erzeuge, so der Verkaufsprofi.

3) Profis schlagen 10-15 Prozent auf

Union Karlstetten

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Diesen Trick hat mir Denise Böhm von „shpock“ verraten: Sie hat sich mit mir angeschaut, um welchen Preis die Angebote eingestellt wurden - und um welche Summe sie dann wirklich verkauft worden sind.

Dabei ist herausgekommen:

  • Profis schlagen so etwa 10-15 Prozent auf den Preis auf, den sie gerne schlussendlich hätten, als „Verhandlungsspielraum“.
  • Besonders bei iPhones sei das gut zu beobachten, so Böhm.

Wann du deine Anzeige schalten solltest

Die besten Möglichkeiten hast du immer rund ums Wochenende, denn da sind die meisten User online und haben Zeit, die Plattformen und Angebote zu durchforsten!
Wenn du also am Freitagnachmittag dein Inserat ins Internet stellst, hast du gute Chancen, dass es am Sonntagabend möglicherweise schon verkauft ist.

Falls nicht, ist das kein Grund, die Anzeige gleich wieder offline zu nehmen! Manche Inserate brauchen auch ein paar Tage Anlauf, bis jemand zuschlägt.

Hier kannst du alle Tricks nachhören:

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Der Ö3-Wecker mit Robert Kratky, 8. Februar 2019
(Martin Krachler)