Das kannst du gegen „Aufschieberitis“ tun

„Morgen erledige ich´s dann aber ganz sicher!“ Kommt dir dieser Satz auch öfter über die Lippen? Dann hast du etwas mit den Briten gemeinsam, die den Brexit ja auch schon länger vor sich herschieben. Wir haben uns angesehen, wie wir dem ständigen Aufschieben entgegen arbeiten können.

Nur zwei Prozent sind Sofort-Macher

Die große Mehrheit schiebt regelmäßig Dinge auf. Mehr als jeder Zweite findet auch, dass das durchaus okay ist. Jeder Fünfte hadert aber laut Studien damit, und gibt auch an, dass er Nachteile hat, weil Dinge nicht gleich erledigt werden. Forscher an der Uni in Münster haben festgestellt, dass überhaupt nur 2 Prozent der Menschen dieses Phänomen, das man im Fachjargon Prokrastination nennt, gar nicht kennt.

Hier kannst du den Bericht aus dem „Ö3-Wecker“ nachhören:

Würfel mit Aufschrift "Später"

Pixabay

Drei Tipps gegen Aufschieberitis

Jeder Fünfte hat durchs Aufschieben schon Nachteile erlebt und möchte daher gegen den Schlendrian ankämpfen. Psychologen raten zu folgenden Tipps:

  1. Überleg dir genau, was die Vorteile sind wenn du das jetzt gleich erledigst. Also „Wenn ich jetzt die Steuererklärung mach, dann kommt demnächst vermutlich Geld rein.“
  2. Nimm dir nicht zu viel vor. In kleinen Schritten beginnt man leichter. Zum Beispiel nicht den ganzen Keller aufräumen, sondern erst mal nur ein Regal oder die hintere Ecke.
  3. Belohne dich, wenn du etwas erledigt hast. Zum Beispiel mit einem guten Essen, einem Eis oder einem guten Film.

Und wenn all das noch nicht motivierend genug war, dann hilft vielleicht folgendes: Laut einer Studie der Uni Mainz sind Menschen, die viel aufschieben und sich oft ablenken lassen, häufiger Single und verdienen weniger.

Hier kannst du die Tipps nachhören:

„Ö3-Wecker“ mit Robert Kratky, 10. April 2019 (PM)