Keszler wehrt sich im Ö3-Interview gegen Vorwürfe

Der Life Ball am 8. Juni 2019 wird der letzte sein: Nach 26 Jahren verkündet Gery Keszler das Aus. Ein Zwist mit der Stadt Wien habe letztlich zu dieser Entscheidung geführt. So lautet der Vorwurf der Tageszeitung „Kurier“. Ö3-Moderatorin Claudia Stöckl hat Gery Keszler gestern getroffen und ihn mit diesen „Vorwürfen“ konfrontiert. „Alles nicht wahr“, sagt Keszler.

„Ja, wir haben mehr Geld gefordert“, bestätigt Gery Keszler am Donnerstagabend im Ö3-Interview mit Claudia Stöckl im Zuge der Sonderausstellung „United in Diversity“ im Möbel Museum Wien. Zu keinem Zeitpunkt aber habe der Life-Ball-Vorstand eine Million Euro gefordert, wie in einem Bericht der Tageszeitung „Kurier“ zu lesen ist. Vielmehr sei es um 300.000 bis 500.000 Euro gegangen, so Keszler.

Das sagt Gery Keszler zu den Vorwürfen

Hitradio Ö3

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Gery Keszler mit Ö3-Moderatorin Claudia Stöckl

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Eine Woche ist es her, dass Gery Kerzler nach 26 Jahren das offizielle Aus des „Life Ball“ verkündet hat. Die Tatsache, dass Aids kein Todesurteil mehr bedeutet und die damit zusammenhängenden Rückgänge der wichtigen Sponsorengelder aus der Privatwirtschaft, werden offiziell als Hauptgründe für die Entscheidung genannt.

Und dann folgen die Schlagzeilen in der Tageszeitung „Kurier“: Ein Zwist mit der Stadt Wien sei der wahre Grund für das Aus ist hier zu lesen. Gery Keszler habe bis zu einer Million Euro an zusätzlicher Förderung von der Stadt Wien gefordert, die Bürgermeister Michael Ludwig aber ablehnte. Allerdings: „Der Life-Ball-Vorstand habe zu keiner Zeit die angegebenen eine Million Euro gefordert“, erklärt Keszler im Ö3-Interview.

Pfeifkonzert gegen Bürgermeister Ludwig lächerlich

Nach der Absage einer zusätzlichen Unterstützung durch die Stadt Wien sei Keszler klar gewesen, dass eine Weiterführung des Life Balls unmöglich sei.

Der eigene Groll soll laut Berichten so weit führen, dass Keszler sogar ein Pfeifkonzert gegen Bürgermeister Michael Ludwig beim Life Ball habe anzetteln wollen. Doch diesen Vorwürfen kontert Keszler klar und deutlich. „Was sollte ich denn davon haben, das ist total lächerlich“.

Viele Jobangebote für die Zeit nach dem Life Ball

Das weitreichende Medienecho rund um das Aus vom Life Ball hat zahlreiche Jobangebote aus aller Welt für Keszler zur Folge. „Heute ist sogar eine Anfrage aus Los Angeles für ein Gala-Dinner im Hearst Castle gekommen“, erzählt Keszler im Interview.

Auf die angeblichen Gespräche mit dem zukünftigen Operndirektor Bogdan Roščić über ein mögliches Engagements Keszlers zur Ausrichtung des Opernballs sagt dieser nur so viel: „Ich habe jetzt mal überhaupt keine Pläne. Ich lasse mich auch nicht umoperieren. Ich gehe jedenfalls nicht in Pension“.

Der Ö3-Wecker mit Robert Kratky, am 17. Mai 2019 (VK)