Michael Jackson

Yui Mok / PA / picturedesk.com

Heute vor zehn Jahren ist Michael Jackson gestorben

Er war der größte Popstar auf diesem Planeten und hat alles an Musik Auszeichnungen gewonnen, was es zu gewinnen gab. Heute ist das Image des einstigen ‘King of Pop’ arg angekratzt. Insbesondere Vorwürfe des Kindesmissbrauchs haben Anfang 2019 mit der Veröffentlichung des Dokumentarfilms “Leaving Neverland” neue Nahrung erhalten. Was von Michael Jackson geblieben ist:

Ohne Jackson, keine Britney und Co.

Britney Spears, Justin Timberlake, Bruno Mars oder The Weeknd würden ohne revolutionäre Alben wie „Bad“ oder „Dangerous“ heute anders klingen. Wenn man sie überhaupt kennen würde. Seine Tanz-Choreografien mit einer Masse von synchronen Tänzern wie bei „Thriller“ sind damals wie heute State of the Art.
Ähnliches dürfte auch für diejenigen gelten, die den König der Popmusik nach „Leaving Neverland“ mit anderen Ohren hören. Auch wenn um die Person Jackson zehn Jahre nach seinem Tod heftig gestritten wird, so bleibt sein Lebenswerk doch der berühmte „Gamechanger“. Oder wie Journalist Morris die wichtigsten Ereignisse der US-Neuzeit zusammenfasst: "Auf der einen Seite ist da die Mondlandung und auf der anderen der Moonwalk.

Beitrag aus dem Ö3-Wecker nachhören:

Dieses Element ist nicht mehr verfügbar

Dem Falschen anvertraut

Gerichtlich gesicherte Fakten rund um das Ableben Jacksons sorgen auch 10 Jahre nach dem Tod von Michael Jackson weiterhin für Gesprächsstoff. Um die mit hohem finanziellen Eigenaufwand des Sängers vorbereitete „This Is It“-Tournee zu überstehen, hatte Jackson für ein sechsstelliges monatliches Honorar Murray angestellt. Hauptaufgabe des Mediziners war es, Jacksons Schlafstörungen zu lindern. Er tat dies über Wochen mittels diverser Beruhigungsmittel und Propofol, eine weiße Flüssigkeit, die Jackson „meine Milch“ nannte.

Michael Jackson auf der Bühne

Nicolas Reed / Zuma / picturedesk.com

Am 25. Juni ging die später von Experten als „falsch und unethisch“ bezeichnete Therapie schief. Murray wurde der Prozess gemacht. Er beteuerte: „Ich habe nichts Falsches gemacht.“ Die Geschworenen sahen das anders. Vier Jahre Gefängnis lautete das Urteil. Davon saß der Kardiologe zwei ab. Bis heute gilt das Fazit von Staatsanwalt David Walgren. Michael Jackson habe sein Leben „wortwörtlich in die Hände Conrad Murrays gelegt“. Das „falsch in ihn gesetzte Vertrauen“ habe den vielleicht größten Popstar des 20. Jahrhunderts das Leben gekostet.

Das Milliarden Erbe

Laut Forbes hat Michael Jackson seit seinem Tod 1,8 Milliarden Euro verdient, das ist genauso viel wie damals als er noch gelebt hat.
350 Millionen Euro sind allein im letzten Jahr an die Jackson Erben seine drei Kinder geflossen: Paris (21), Prince Michael (22) und Blanket (17) sind also ganz gut versorgt.
Ein fetter Brocken war da sicher der Verkauf seiner Anteile an Musikverlangen. Denn Michael Jackson hat sich zu Lebzeiten die Rechte aller Songs der Beatles gesichert
Eine ebenfalls sichere Geldquelle ist der Cirque-du-Soleil, der mit einer Michael Jackson Show seit 2013 in Las Vegas gastiert.

Die Ranch, die niemand will

Keinen Käufer finden die Erben für die Neverland Ranch von Michael Jackson.
Anfangs noch für 88 Millionen wird das Anwesen jetzt noch für 27 Millionen Euro angeboten.

„Ö3-Wecker“ mit Robert Kratky, 24. Juni 2019 (Thomas Wunderlich)