Vor der Reise: So machst du dein Zuhause urlaubsfit

Für viele geht es jetzt im Juli und August in den lang ersehnten Sommerurlaub. Damit es bei der Rückkehr dann keine bösen Überraschungen gibt, kann man schon vor der Abreise ein paar Dinge beachten.

Gerade im Kleingedruckten vieler Versicherungsbedingungen stehen oft Dinge, die im Schadensfall entscheidend sind. Die sogenannte „72-Stunden-Klausel“ in vielen älteren Verträgen besagt etwa, dass man den Hauptwasserhahn abdrehen muss, weiß Gabi Kreindl Versicherungsexpertin beim Verein für Konsumenteninformation: „Wenn nach diesen 72 Stunden ein Wasserschaden auftritt und man den Haupthahn nicht abgedreht hat, könnte es sein, dass man Probleme mit dem Versicherungsschutz bekommt.“

Einbrecher fern halten

In den Ferien haben auch Einbrecher Hochsaison. Alle Türen und Fenster sollten daher gut verschlossen sein und sich möglichst keine kostspieligen Wertsachen in der Wohnung oder im Haus befinden: „Die Haushaltsversicherung ersetzt nämlich oft nur geringe Bargeldbeträge und teuren Schmuck oder Uhren nur dann, wenn diese in einem eingemauerten Wandtresor aufbewahrt werden. Die genauen Wertgrenzen und Verwahrungsvorschriften findet man in den Versicherungsbedingungen“, so Kreindl.

Wohnung

Unsplash / Jarosław Ceborski

Wer viele Pflanzen zu Hause hat, sollte einer Vertrauensperson einen Schlüssel überlassen und mit dem Blumengießen beauftragen.

Generell sollten alle Hinweise vermieden werden, die auf eine Abwesenheit hindeuten. So kann man zum Beispiel mit Hilfe von Zeitschaltuhren für Licht die Anwesenheit vortäuschen oder einen Nachbarn darum bitten den vollen Briefkasten zu entleeren. Alternativ ist es auch möglich die Post in einem Urlaubsfach bis zur Rückkehr einlagern zu lassen. Auch von Statusmeldungen in sozialen Netzwerken, in denen man eine Reise und damit seine Abwesenheit ankündigt, wird abgeraten.

Lebensmittel aufbrauchen

Doch nicht nur eine aufgebrochene Wohnungstüre kann einem die Rückkehr nach dem Urlaub vermiesen. Ebenso unschön ist es, wenn einem aus den Vorratsschränken, den Mülltonnen oder dem Kühlschrank üble Gerüche entgegenwehen. Mistkübel sollten daher ausgeleert und alle verderblichen Lebensmittel im Kühlschrank möglichst aufgebraucht oder ansonsten entsorgt werden. Das gilt besonders für Wurst, Käse, Obst, Gemüse und Salat. Experten raten außerdem dazu, den Geschirrspüler einen Spalt offen zu lassen, damit Restfeuchte entweichen kann. Andernfalls könnte sich Schimmel bilden.

Lebensmittel in einem Mistkübel

GEORG HOCHMUTH / APA / picturedesk.com

Elektronik vom Netz nehmen

Vor längeren Reisen kann es sinnvoll sein, den Kühl- und Gefrierschrank vollständig zu leeren, abzutauen und auszuschalten, um so Stromkosten zu sparen. Auf jeden Fall sollten alle übrigen elektrischen Geräte im Haushalt, die während des Urlaubs nicht benötigt werden, vom Netz genommen werden. Gerade Unterhaltungselektronik verbraucht auch im Stand-by-Modus Strom, den man sich so sparen kann. Gleichzeitig schützt man die Elektrogeräte vor Überspannungsschäden durch einen möglichen Blitzeinschlag.

Auf die Wohnung deiner Nachbarn aufpassen? Auch unsere Ö3-Comedy-Abteilung hat sich mit dem Thema humorvoll beschäftigt:

„Ö3-Wecker“ mit Robert Kratky, 10. Juli 2019 (JF)