Glycol-Skandal- Weingläser

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11. Juli: Glycol im Wein aus Österreich

Erstaunlich, was in Österreich und der Welt im Laufe der Zeit so alles passiert und woran man sich oft nur noch vage und schemenhaft erinnern kann. Ö3 dreht virtuell am Rad der Zeit und bringt dich zurück an die Orte der großen Weltpolitik, der schrecklichen Katastrophen, aber auch der unglaublich schönen Momente. Steig ein und fiebere mit, wenn wir mit Ö3 entspannt durch die Zeit reisen.

Von und mit Norbert Ivanek

Am 11. Juli 1985, also heute vor genau 34 Jahren stirbt der österreichische Botschafter in Athen, Herbert Amry unter bis heute ungeklärten Umständen. Die offizielle Todesursache ist aber Herzversagen, hören wir in den Ö3-Nachrichten. Doch der Verdacht, es könne ein Verbrechen, ein Giftmord beispielsweise sein, wiegt schwer. Botschafter Amry hat am Vortag nämlich gleich vier hochbrisante Anzeigen ans Außen- und Innenministerium nach Wien geschickt. Als Whistleblower quasi, weil er Beweise für das illegale Kanonengeschäft der im Staatsbesitz befindlichen VÖEST-Tochter Noricum an den kriegsführenden Iran über Libyen hat.

Im Ö3-Journal klagt seine Tochter Ditas Amry an. „Was ich dem Außen- und dem Innenministerium zum Vorwurf mache ist“, sagt sie: „dass obwohl zwei Wochen Zeit bis zur Verbrennung waren, keine Obduktion durchgeführt wurde, und das trotz hartnäckiger Gerüchte im Ministerium, es könne sich um Mord gehandelt haben."
Herbert Amrys plötzlicher Tod wird, wie gesagt, nie mit Sicherheit geklärt und es sollte noch Jahre dauern, bis der Noricum-Skandal samt Vertuschungen, Falschaussagen und Aktenfälschungen durch Staatsbeamte und Politiker endlich vor Gericht kommt.

Österreich hat an diesem 11. Juli 1985 aber noch ganz andere Sorgen: Weltweit wird im Ausland vor österreichischen Prädikatsweinen gewarnt.

Glycol-Skandal - Warnung aus Deutschland

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Der Trick mit dem Frostschutzmittel Glycol in Edelweinen fliegt auf und der Wein-Skandal, der die Weinwirtschaft in Österreich jahrelang in Misskredit bringen sollte, nimmt seinen Anfang.

Das Ö3-Zeitreisevideo des Tages:

Nachhören: Die Ö3-Zeitreise vom 11. Juli 2019:

Kein Skandal- im Gegenteil- ist zur selben Zeit der noch nie dagewesene internationale Erfolg von Österreichs Superstar Falco in Amerika. Er schafft, was vor ihm und bis heute nach ihm noch niemandem gelungen ist, ein Nummer 1-Hit in den USA. Nummer 1 auch in England, Neuseeland, Schweden, der Schweiz und Deutschland etwa. Und natürlich auch in Österreich. Zwei von 23 Wertungswochen die Nummer 1 der Ö3 Austria Top 40.

Der Ö3-Zeitreisehit des Tages: Falco - 1985 – Rock Me Amadeus

Die letzte Folge:

10. Juli: St. Pölten wird Landeshauptstadt

Norbert Ivanek ist der Ö3-Zeitreiseleiter:

Ö3-Reporter Norbert Ivanek

Walter Dunger/Hitradio Ö3

Ö3-Reporter Norbert Ivanek

Gefühlvoll wühlt er sich täglich durch über 50 Jahre Ö3-Archiv und findet prompt Erstaunliches, Interessantes aber auch Überraschendes. Die Ö3-Zeitreise entführt dich in die Höhen und Tiefen des Lebens, in glückliche und traurigere Momente, in absolute Highlights und tiefschwarze Nullpunkte. Ö3 war und ist für dich immer mit dabei mitten im Geschehen und direkt am Puls der Zeit.

"Ö3-Wecker“ mit Robert Kratky, 11. Juli 2019 (NI)