Abstand halten – Crash vermeiden!

„Aktion scharf“ heißt die Initiative der Salzburger Polizei, die die Fahrt am Rad sicherer machen soll. Bei fast jedem zweiten Verkehrsunfall wird ein Radfahrer verletzt. Dabei sind die Salzburgerinnen und Salzburger sehr gerne auf dem Rad unterwegs.

Pro Jahr radeln sie 175 Millionen km und sitzen, im Schnitt für Alltagserledigungen 20 Minuten pro Strecke am Rad. Und für viele wird das immer gefährlicher. Bei 45% aller Verkehrsunfälle in der Landeshauptstadt gibt es verletzte Radfahrer. Allein im laufenden Jahr mussten bereits 560 Verkehrsunfälle mit Verletzten aufgenommen werden, 252 davon waren mit Radfahrern. Warum? Weil viele Autofahrer zu knapp vorbeifahren oder überholen und den Mindestsicherheitsabstand gar nicht kennen.

Doch damit soll in Salzburg jetzt Schluss sein: Ein in Österreich einzigartiges Messgerät, das am Fahrradlenker befestigt wird, soll helfen den Abstand zu messen und so unachtsame Autofahrer zu erwischen.

Fahrradlenker

Hitradio Ö3

Es ist an der linken Seite der Lenkstange eines Polizei-Mountainbikes montiert. Mit dem Gerät wird der Abstand zwischen Fahrrad und vorbeifahrendem Fahrzeugen gemessen. Es gilt: ein Meter - plus erlaubte Geschwindigkeit, so Verkehrspolizist Prenninger. Die wenigsten wissen jedoch, wie hoch der Seitenabstand zwischen einem Fahrzeug und einem Radfahrer sein muss. Seitliche Distanz Auto -Radfahrer im Ortsgebiet müsste sein – bei erlaubten 50 Km/H – ein Meter und fünfzig Zentimeter, in der 30er Zone eben ein Meter und dreißig Zentimeter.
Wer das unterschreitet, zahlt mindestens 20 Euro Geldstrafe im Organstrafmandat, uneinsichtige Lenker werden angezeigt.

Fahrradlenker

Hitradio Ö3

Den ganzen Beitrag von Ö3-Reporter Peter Obermüller gibt es hier zum Nachhören:

Dieses Element ist nicht mehr verfügbar

Übrigens: das Seitenradar der Salzburger Polizei hat Fans auch im Ausland, die deutsche Polizei hat bereits um Details angefragt.

„Ö3-Wecker“ mit Philipp Hansa am 9. August 2019 (Peter Obermüller)