Sonne

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Der Klimawandel macht uns aggressiver

Wie viel spürst du so im Alltag vom Klimawandel? Du schwitzt, der Juli ist einer der heißesten aller Zeiten gewesen. Auch am Montag gibt’s wieder 35 Grad. Andere Wetterextreme wie Sturm, Hagel und Unwetter werden mehr. Vielleicht hast es dich ja selbst auch schon getroffen. Wir haben für dich aber drei wirklich spannende Auswirkungen des Klimawandels, an die du so vielleicht nicht sofort denkst.

Gewaltverbrechen werden mehr

Der amerikanische Gewaltforscher Craig Anderson rechnet vor, dass pro einem Grad plus allein die Mordrate um sechs Prozent steigt. Denn, je heißer das Klima, desto höher wird auch der Adrenalinspiegel im Körper, wenn wir das nicht gewöhnt sind. Dazu kommt, dass wir schlechter schlafen und das fördert aggressives Verhalten.

Die Welt wird weiblicher

Zumindest was gewisse Tierarten betrifft. Viele Reptilien, wie Meeresschildkröten vergraben ihre Eier zum Brüten im Sand. Anders als beim Menschen entscheiden hier nicht die Gene über das Geschlecht der Schildkröte. Michael Mitic, Leiter vom Haus des Meeres in Wien erklärt das im Ö3-Interview so: „Über 30 Grad schlüpfen bei den Meeresschildkröten vor allem Weibchen, wenn es kühler ist, eher Männchen“. In Australien sind deshalb schon 90% aller grünen Meeresschildkröten weiblich. Die Fortpflanzung könnte da in Zukunft also schwierig werden.

Klimawandel

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Die Welt fängt an zu schwanken

Das ist jetzt aber keine Ausrede, dass sich nach dem fünften Bier alles dreht. Aber durch den Klimawandel kommt unsere Erde immer mehr in Schräglage. Schuld sind gigantische Eismassen die schmelzen und den Nordpol jährlich 17 Zentimeter Richtung Europa wandern lassen. Klingt wenig, aber dadurch verschiebt sich die Achse um die sich die Erde ja täglich dreht. Und diese Veränderung der Erdmasse wirkt sich auch auf Flugdaten aus oder auf deine GPS Systeme am Handy und im Auto. Deshalb müssen diese immer öfter angepasst werden.

„Ö3-Supersamstag“ mit Thomas Kamenar, 10. August 2019 (MH)