Co2

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CO2 zu Stein verwandeln – so klappt’s!

Egal ob bei den regelmäßigen „Fridays for Future“ Demonstrationen, bei Konferenzen auf der ganzen Welt oder im täglichen Newsfeed, überall ist der Klimawandel Thema Nummer 1. Kohlendioxid ist quasi schon das Unwort des Jahres. Neue Technologien sollen jetzt helfen, das CO2 in unserer Atmosphäre entweder zu nutzen oder los zu werden.

So auch bei dieser Technologie, die fast schon an einen Zaubertrick erinnert, hier soll nämlich CO2 zu Stein verwandelt werden.
Seit ca. 10 Jahren läuft ein entsprechendes Pilotprojekt auf Island. Forscherinnen und Forscher versuchen hier das Kohlendioxid aus der Luft oder direkt von Kraftwerken abzusaugen und unter die Erde zu pumpen. Ziel dabei ist es aber nicht, dass das CO2 wie bei bereits vorhergegangen Methoden gasförmig unter der Erde gelagert wird, sondern in fester Gesteinsform. Dafür muss das CO2 gemeinsam mit Süßwasser in spezielle Steinschichten – nämlich Basalt – gepumpt werden. Dort findet dann innerhalb von maximal zwei Jahren eine chemische Reaktion statt, die dafür sorgt, dass sich das CO2 in dem porösen Basalt ablagert und so in fester Form unter der Erde gelagert werden kann.

So wird CO2 zu Stein

Ö3-Reporterin Caroline Bartos hat sich angesehen wie das funktionieren soll. Den Beitrag aus dem Ö3-Wecker zum Nachhören gibt es hier:

Ist das eine langfristige Lösung?

Klar ist, so der Experte, dass diese Methode nicht bedeutet, dass wir nun sorglos CO2 produzieren können, denn auch diese Technologie ist begrenzt bzw. gibt es derzeit auch noch einige Haken, wie etwa den hohen Energie- und Wasserverbrauch. Im Moment werden etwa 25 Kubikmeter Süßwasser pro Tonne Kohlendioxid benötigt – somit ist diese Methode nur bei Standorten möglich, wo es erstens genug Basaltvorkommen gibt und zweitens genug Flüssigkeit.
Dennoch kann uns diese Methode zumindest etwas Zeit verschaffen, um bestehende Technologien weiter zu entwickeln und den CO2-Ausstoß zu minimieren.

„Ö3-Wecker am 12. August 2019“ mit Philipp Hansa (Caroline Bartos)