British Airways Flugzeug

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Bei British Airways streiken die Piloten

Fast alle der täglichen 850 Flüge der britischen Airline mussten heute gestrichen werden. Am Flughafen Wien Schwechat fallen alle 10 Flüge aus. Auch morgen sind Flugausfälle wahrscheinlich.

Die zehn Verbindungen nach und aus London - „fünf outgoing, fünf incoming“ - wurden gestrichen, wie Flughafen-Sprecher Peter Kleemann am Montag zur APA sagte. Es sei nicht auszuschließen, dass auch am Dienstag Flüge ausfielen.

Nach Angaben der Gewerkschaft Balpa sind heute, morgen sowie am 27. September Arbeitsniederlegungen bei der britischen Airline geplant.

Mit dem für 48 Stunden geplanten Ausstand will die Pilotengewerkschaft eine größere Beteiligung ihrer Mitglieder an den Gewinnen des Luftfahrtunternehmens durchsetzen. Sie wollen eine bessere Bezahlung. British Airways signalisierte am Montagmorgen die Bereitschaft, an den Verhandlungstisch zurückzukehren.

Flugzeug der British Airways mit STOP Schild

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British Airways hatte den Piloten im Juli eine Gehaltserhöhung von 11,5 Prozent über drei Jahre angeboten. Dies wurde jedoch zurückgewiesen. Am Donnerstag wiederum hatte BA die jüngste Gewerkschaftsforderung als überzogen zurückgewiesen. Gespräche über die Forderung hätten den Streik abwenden können, so die Arbeitnehmervertreter.

BA bezeichnete das eigene Angebot im laufenden Tarifstreit als fair und den Streik als ungerechtfertigt. Die Airline gehört zu den weltgrößten Fluggesellschaften. Eine Sprecherin des britischen Premierministers Boris Johnson forderte beide Seiten dringend auf, den Konflikt zu beenden.

„British Airways muss aufwachen“, sagte Balpa-Generalsekretär Brian Strutton. Die Piloten hätten in schwierigen Zeiten erhebliche Gehaltskürzungen hinnehmen müssen. Nun solle die Fluggesellschaft in Zeiten des Profits auch etwas zurückgeben. Nach Angaben der Pilotengewerkschaft kostet ein Streiktag 40 Millionen britische Pfund (etwa 44 Millionen Euro). Während des Streiks muss die Airline die Passagiere für ausgefallene Flüge entschädigen oder ihnen Ersatzverbindungen anbieten.

Recht auf Entschädigung?

Grundsätzlich haben Passagiere Anspruch auf Entschädigung, eine sogenannte Ausgleichszahlung, wenn ein Flug mehr als drei Stunden später am Endziel ankommt oder sie nicht mindestens zwei Wochen vor Abflugdatum über die Flugannullierung informiert wurden. Die Höhe hängt dabei von der jeweils gebuchten Flugentfernung ab und beträgt zwischen 250 Euro und 600 Euro.

Info und Link zum Beschwerde-Formular auf passagier.at

Ö3-Nachrichten, 9. September 2019, 10:00 Uhr (APA/ KG)