Albert Einstein und Irene Joliot
Pierre und Marie Curie mit Tchter Irene

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Chemie-Nobelpreis: Familie Curie und die Rekorde

Wir sind mittendrin in der Nobelpreis-Woche. Jeden Tag werden in einer Kategorie die Preisträger verkündet. Welche Erfindungen haben wir eigentlich den bisherigen Preisträgern zu verdanken? Welche Nation hat bisher die meisten Preise abgestaubt? Wie alt war der älteste Preisträger? Wir haben die Antworten!

Heuer werden zum 118. Mal die prestigeträchtigen Preise verliehen. Diese Woche werden die Preisträgerinnen und Preisträger verkündet.

Mit dem Nobelpreis werden die herausragendsten wissenschaftlichen Forschungen in der Physik, Chemie und Wirtschaft und natürlich der Friedensnobelpreis vergeben.

Familie Curie und der Nobelpreis

Gibt es das Nobelpreis - Gen? Irgendwie muss das so sein. Denn allein die Familie Curie taucht fünf Mal in der Liste der Nobelpreisträger auf. Sie ist die Einzige Familie der Welt in der Vater, Mutter und Tochter Nobelpreisträger und Nobelpreisträgerinnen sind.

Albert Einstein und Irene Joliot
Pierre und Marie Curie mit Tchter Irene

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Marie Curie zusammen mit dem Physiker Albert Einstein

Ö3-Reporterin Veronika Kratochwil über Marie Curie im Ö3-Wecker berichtet:

Marie Curie war nicht nur die erste Frau die ausgezeichnet worden ist, sondern sie ist bis heute die einzige die gleich zwei Preise bekommen hat.

Marie Curie

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Marie Curie im Labor bei Wissenschaftlichen Forschungsarbeiten

Zusammen mit ihrem Mann Pierre Curie 1903 in Physik. Stichwort Radioaktivität. Und dann taucht sie nochmal 1911 in der Liste der Preisträgerinnen in Chemie auf. Damals ist sie für die Entdeckung der Elemente Radium und Polonium ausgezeichnet worden. Damit gilt Marie Curie als Mutter der Strahlentherapie. Den Krebs durch Strahlentherapie bekämpfen zu können, war der große Traum von Marie Curie.
Heute ist genau das möglich. Die Strahlentherapie, früher Curie-Therapie genannt, ist beispielsweise bei Brustkrebs die am häufigsten angewendete Therapie zur Bekämpfung des Krebs.

Tochter Irène tritt in Fußstapfen der Eltern

Und weil 3 Preise nicht genug sind in der Familie, holt Tochter Irène, ebenfalls mit ihrem Ehemann, den Nobelpreis in Chemie. Gemeinsam haben sie die „künstliche Radioaktivität“ entdeckt.

6 Mal Vater und Sohn ausgezeichnet

Die Curies sind nicht die Einzigen, bei denen das Nobelpreis-Gen zugeschlagen hat.
Immerhin sind sechsmal in der Geschichte Vater und Sohn Nobelpreisträger gewesen.

Besonders ist da die Geschichte der Kornbergs. Vater Arthur hat 1959 den Medizin-Nobelpreis bekommen für die Vervielfältigung der DNA und zur Verleihung nach Stockholm hat er seinen damals 12-jährigen Sohn Roger mitgenommen.
Stolze 47 Jahre später bekommt auch er die Auszeichnung, allerdings nicht wie sein Vater in Medizin, sondern in Chemie für die Erkenntnisse über den Fluss geneti

8 Facts zum Nobelpreis, die du noch nicht kanntest:

  • 118 Verleihungen hat es bisher gegeben. Seit 1901 wird der Nobelpreis verliehen. Nur 1940 hat aufgrund des zweiten Weltkrieges keine Verleihung stattgefunden.
  • Die USA haben bisher die meisten Preise abgestaubt. Vor allem in Chemie, Physik und Wirtschaft haben sie mit Abstand die meisten Nobelpreisträger. Danach folgen Großbritannien und Deutschland.
  • 21 Nobelpreisträgerinnen und Nobelpreisträger kommen aus Österreich.
  • 2 Preisträger haben bisher ihren Preis abgelehnt. Das ist einmal beim Friedensnobelpreis und einmal beim Literaturnobelpreis vorgekommen.
  • Jüngster Preisträger aller Zeiten war der Physiker Lawrence Bragg. Er hat den Nobelpreis 1915 im Alter von nur 25 Jahren erhalten.
  • Ältester Preisträger war mit 96 Jahren Arthur Ashkin, der 2018 den Physiknobelpreis erhalten hat.
  • Vier Wissenschafter haben sogar 2 Nobelpreise in ihrer Karriere erhalten.
  • Alle Preisträgerinnen und Preisträger erhalten eine Urkunde, Medaille sowie etwa 840 000 Euro Preisgeld.

Das haben wir Albert Einstein zu verdanken

Der weltweit berühmte Physiker Albert Einstein ist auch Nobelpreisträger. 1921 hat er ihn in der Kategorie Physik für die Entdeckung des Photoelektrischen Effekts bzw. des Lichtelektrischen Effekts erhalten. Bekannt ist er aber vor allem für die Quantentheorie. Nur Dank seiner Theorien gibt es heute einige Erfindungen.

Ö3-Reporterin Veronika Kratochwil hat für dich das Wichtigste im Ö3-Wecker berichtet:

Richtiges GPS-Signal dank Quantentheorie

Die Navis brauchen ein GPS Signal. Das senden ihnen Satelliten, die tausende Kilometer entfernt um die Erde kreisen.
Weil da oben aber eine schwächere Gravitation herrscht, ticken die Uhren schneller als bei uns unten auf der Erde. Und das macht ganz schön was aus: Drei Milliardstel Sekunden Unterschied bedeutet, dass das GPS Signal einen Meter daneben liegt. Weil man das aber aufgrund der Einstein´schen Theorie weiß, sind die Uhren da oben minimal anders programmiert und wir wissen wo wir hinfahren sollen.

Solarenergie dank des Lichtelektrischen Effekts

Solarenergie

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Albert Einstein ist drauf gekommen: Wenn Licht auf eine bestimmte Oberfläche strahlt werden Elektronen herausgeschlagen und elektrischer Strom erzeugt. Heute nennt man das Photovoltaikanlage.

Auch Laser dank Einstein

Einstein ist quasi der frühe Vorbote des Lasers. Die theoretische Basis hat er 1916 mit der Entdeckung der „stimulierten Emmission“ geschaffen. Praktisch ist das ganze dann erst in den 60er Jahren umgesetzt worden, da ist der erste Rubinlaser gekommen.
Der ist sogar heute noch im Einsatz, um Tattoos oder Pigmentflecken zu entfernen.

„Ö3-Wecker“ mit Robert Kratky, am 9. Oktober 2019