"The O2" Arena London

O2-Arena London

„The O2“ in London: Auch Wien bekommt Mega-Arena

Zur Zeit finden die ATP Finals in der Londoner „The O2“ Arena statt. Dort wo sich die besten Tennis-Spieler der Welt matchen, finden normalerweise die größten Konzerte statt. 2025 soll in Wien mit der „Wien Holding Arena“ eine ähnlich große Halle für die größten Events bereits stehen. Die Wiener Stadthalle hat dann ausgedient.

„The O2“ beeindruckt tausende Besucher

"The O2" Arena London

O2-Arena London

Mit 365 Metern Durchmesser und einer Höhe von 52 Metern ist sie der größte Kuppelbau der Welt. Konzerte von Elton John, Madonna, Rod Stewart, One Dircetion, Adele etc. können 21.000 Besucher besuchen, bei den ATP Finals können immerhin 18.000 Besucher Platz nehmen.

The O2 in London

Hitradio Ö3 / Daniel Kulovits

Da wo sonst die größten Pop-Stars der Welt die Bühne betreten, dreht sich zur Zeit alles um die Top-8 der Tenniswelt

Dominic Thiem über die Londoner O2-Arena im Ö3-Wecker:

Auch die Nummer 5 der Tennis-Weltrangliste Dominic Thiem ist jedesmal beeindruckt, wenn er in „The O2“ aufschlagen darf

Im Vergleich: Für Konzerte in der Wiener Stadthalle sind maximal 16.000 Besucher zugelassen, bei Sportveranstaltungen wie dem „ATP 500“ in Wien können maximal 9.000 Sportfans mitjubeln.

Stars machen sonst Bogen um Wien

Doch das soll sich künftig ändern. Die Wiener Stadthalle, die bereits 62 Jahre alt ist, soll 2025 von der „Wien Holding Arena“ abgelöst werden. Der Grund ist einfach erklärt, sagt Dr. Kurz Gollowitzer, Geschäftsführer der Wien Holding im Ö3-Interview mit Veronika Kratochwil: „Die Shows werden immer größer und aufwendiger, demnach auch die Deckenlasten immer größer. Irgendwann kann die Stadthalle da nicht mehr mithalten als internationale Top-Location.“

„Wenn wir keine neue Halle bauen, werden die Veranstalter irgendwann einen Bogen um Wien machen, weil es sich für sie wirtschaftlich gesehen nicht lohnt bei uns zu spielen“ . Dr. Kurt Gollowitzer (Wien Holding Geschäftsführer)

Wien Holding Arena in St.Marx

Um für internationale Top-Stars als Veranstaltungslocation weiterhin attraktiv zu bleiben, sei der Bau einer neue Halle unumgänglich, so Gollowitzer.

Der Standort ist seit Beginn des Jahres 2019 beschlossene Sache, die neue Halle soll bis 2025 in St.Marx errichtet werden. Die Kosten werden sich schätzungsweise auf etwa 250 Millionen € belaufen. „Hier können wir noch keine konkreten Angaben machen. Jetzt wird erstmal der Architekturwettbewerb ausgeschrieben. Im Sommer sollte das Siegerprojekt feststehen, erst dann können wir die Kosten tatsächlich errechnen“, so der Geschäftsführer der Wien Holding im Interview.

Wiener Stadthalle

HANS PUNZ / APA / picturedesk.com

Die Wiener Stadthalle ist mittlerweile 62 Jahre alt

Das soll die neue Megahalle in Wien können

Die Anforderungen ändern sich Jahr für Jahr. Ob Tennissport, Pop-Konzerte oder auch E-Sport-Veranstaltungen: Die Eventhallen müssen für alle Möglichkeiten gerüstet sein. Die Umbauten zwischen den Veranstaltungen sollen zum Beispiel künftig schneller möglich sein. Vieles, was wir jetzt noch mit der Hand umbauen müssen, wird später dann per Knopfdruck gehen, so der Experte. Das erspart dann natürlich Zeit und Personalkosten. Möglich scheint auch, dass Veranstaltungen die in der Halle stattfinden, in einer Art und Weise nach draußen projizieren werden. So könnten große Internationale E-Sport-Events per LED-Fassade nach draußen übertragen werden. „Das muss natürlich alles rechtlich abgeklärt sein, aber das sind die Ansprüche denen wir gerecht werden müssen“, erzählt Gollowitzer.

Der Ö3-Wecker mit Robert Kratky, am 12. November 2019 (VK)