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So tappst du nicht in die Schnäppchenfalle

OK, wenn die neuen Schuhe, die du schon IMMER wolltest, auf einmal um 70 Prozent weniger kosten, wer würde da nicht zuschlagen? Fernseher, Handys, Kosmetik, Flüge - derzeit ist nichts vor der Rabattschlacht sicher. Wir haben uns für dich angeschaut, was diese Black Friday Angebote wirklich bringen und wie du sparen kannst.

Wenn du, nicht mal mehr ein Monat vor Weihnachten, plötzlich Panik bekommst, kommt oft der Black Friday genau recht. Weihnachtsschnäppchen locken mit minus 30, minus 50 oder sogar minus 70 Prozent. Aber meist sind die Schnäppchen einfach fake.

Preise oft keine reduzierten Angebote

Wirklich günstig ist es meist im September. Kurz vor dem Black Friday gehen die Preise dann nach oben und darauf gibt es dann Prozente. Die Arbeiterkammer Oberösterreich hat da zum Beispiel ein Tablett getestet, dass jetzt am Freitag sogar 30 Euro mehr kostet als vorher.
Außerdem gehen diese Prozentangaben vom ursprünglichen Listenpreis aus- und der ist meist viel höher als das, was du aktuell wirklich im Geschäft zahlen würdest. Aus den beworbenen minus 50 Prozent werden da ganz schnell nur 10.

Ein roter X-mas Key auf einer PC-Tastatur

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Künstliche Verknappung

Lass dich auf Schnäppchenjagd auf keinen Fall unter Druck setzen. Etwa, dass nur mehr zwei Fernseher da sind oder dass das Angebot nur mehr 15 Minuten gilt. Das ist Blödsinn - sparen kannst du so garantiert nicht warnt auch der Verein für Konsumenteninformation. Lieber einen kühlen Kopf behalten.

Vergleichen lohnt sich

Auch am Black Friday gilt: aktuelle Preise miteinander vergleichen macht Sinn, etwa auf Vergleichsplattformen wie Geizhals.at oder Idealo.at Da stellt sich dann schnell mal heraus, dass es das Handy, das man unbedingt will, oder den neue Fernseher sogar in einem anderen Shop günstiger gibt, auch ohne Hardcore-Prozente. Vor allem solltest du aber checken, ob zu dem SUPERSCHNÄPPCHEN auch noch teure Zölle, Wechselkursgebühren oder hohe Versandkosten dazukommen, wenn du online kaufst. Hier gilt außerdem: Der Anbieter ist nicht verpflichtet, die Kosten für Retoursendungen zu übernehmen. Wenn du ein Packerl ins Ausland zurückschicken musst, kann das schnell teuer werden. Und auch im Geschäft ist der Anbieter nicht verpflichtet, die reduzierte Ware auch zurückzunehmen, sagt Barbara Forster vom Europäischen Verbraucherzentrum.

Online-Shopping

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Fake-Shops

Unbekannte Stores unbedingt auf Echtheit (vollständiges Impressum, AGB, Widerrufsbelehrung, Gütesiegel, Bewertungen etc.) prüfen. Gerade rund um den Black Friday sind die Meldungen über solche Fake-Shops besonders hoch.

Sicher bezahlen

Geld nie im Voraus überweisen! Top sind hingegen Käufe auf Rechnung (man bezahlt später), Nachnahme (Zahlung bei Empfang), Kreditkarte, PayPal. Bei SEPA-Lastschrift kann man das Geld sogar innerhalb von 56 Tagen formlos zurück buchen lassen.

Die beliebtesten Produkte am Black Friday

Das sind laut Wirtschaftskammer:
- Elektrogeräte und Unterhaltungselektronik Textilien
- Schuhe
- Kosmetik
- Haushaltsgeräte

„Ö3-Wecker“ mit Philipp Hansa, 26. November 2019 (MH)