Weihnachtskekse Vanillekipferl

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VKI-Test: Palmöl in vielen Weihnachtskeksen

In jedem dritten Weihnachts-Keks aus dem Supermarkt ist Palmöl enthalten - das hat der Verein für Konsumentenschutz getestet. Auch in Keks-Sorten, die traditionell ganz ohne Fett zubereitet werden, wie Lebkuchen, ist Palmöl gefunden worden.

208 verschiedene Sorten Weihnachtsgebäck von Billa, Denn‘s, Hofer, Interspar, Lidl, Merkur und Penny hat der VKI in untersucht. Ziel der Erhebung war festzustellen, ob typisches Weihnachtsgebäck Palmöl enthält.

Hier findest du alle 208 Kekssorten im Test:

Lebkuchen
Vaniellekipferl
Kokosbusserl
Zimtstern
Spekulatius
Dominosteine
Teegebäck und Hauskekse
Sonstige Kekse

Im Gesamtergebnis waren 141 Erzeugnisse palmölfrei. 67 Produkte enthielten Palmöl, das entspricht rund einem Drittel. Auffällig war, dass sich Palmöl auch in Produkten fand, bei denen in der klassischen Rezeptur für den Hausgebrauch eine Verwendung von Fetten oder Ölen gar nicht vorgesehen ist. So kamen beispielsweise nicht einmal die Hälfte der Zimtsterne und Kokosbusserl ohne Palmöl aus. Den größten Anteil an palmölfreien Produkten gab es bei Lebkuchen und Dominosteinen.

Linzer Augen

Karl Thomas / allOver / picturedesk.com

Palmöl soll schlecht für Umwelt und Gesundheit sein

Palmöl steht in der Kritik, weil für den Anbau große Flächen Regenwald abgeholzt wird. Ungesund soll es auch sein. Der VKI berichtet heute, dass sich Palmöl negativ auf die Blutfettwerte auswirken kann - das heißt: Dadurch steigt das Risiko, an Diabetes zu erkranken.

Wenn man Palmöl vermeiden will, dann muss man die Zutatenliste ganz genau lesen, denn im VKI-Test hat sich gezeigt, selbst in Weihnachts-Keksen auf denen groß drauf steht „Mit echter Butter“ oder „echte Backtradition aus Tirol“ kann Palmöl drin sein.

Ö3-Nachrichten mit Julia Pirmoser, 3. Dezember 2019 (Max Bauer)