Nase-Mund-Maske

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Neue Maßnahmen kommen: Schutzmasken beim Einkaufen

In einer gemeinsamen Pressekonferenz am Montagvormittag haben Bundeskanzler Sebastian Kurz, Vizekanzler, Gesundheitsminister und Innenminister über das Ziel im Kampf gegen Corona gesprochen und weitere Maßnahmen bekannt gegeben.

Faktor auf unter 1 senken

Das Ziel ist, den Replikationsfaktor von anfänglichen Werten von etwa 4 auf einen Wert unter 1 zu drücken.
Das bedeutet, dass jeder Corona-Erkrankte nicht mehr als eine weitere Person ansteckt. Das soll mit weiteren Maßnahmen geschehen.

Maskenpflicht beim Einkaufen

Laut Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) sollen ab Mittwoch vor Supermärkten einfache Nasen-Mund-Masken ausgegeben werden. Diese sind verpflichtend beim Einkauf zu tragen. Sie sollen getragen werden, um eine Weiterverbreitung des Coronavirus einzudämmen. Es sein ein Lernprozess, aber wir werden uns in den nächsten Wochen an das Maskentragen, wie im asiatischen Raum üblich, gewöhnen müssen. Ab Mittwoch werden noch nicht überall Masken zur Verfügung stehen. Aber Ziel sei es, diese sobald wie möglich zur Verfügung zu stellen.

Nase-Mund-Maske Frau

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Hotels zu Ostern per Erlass geschlossen

In den Osterferien sollen alle Hotels und Beherbergungsbetriebe geschlossen bleiben, betont Gesundheitsminister Rudi Anschober (Die Grünen).

Gefährdete müssen nicht mehr ins Büro

Die Regierung wird dafür sorgen, dass durch das Coronavirus gefährdete Personen nicht mehr in die Arbeit müssen. Sie können nur noch im Homeoffice tätig sein, sonst werden sie verpflichtend freigestellt. Den Arbeitgebern wird die Maßnahme abgegolten.

2046 Anzeigen am Wochenende

Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) mahnt das Abstand halten ein. Es gäbe weiterhin Unvernüftige, die sich in Gruppen versammeln. Polizeibeamtinnen und Beamten hätten am Wochenende 2046 Anzeigen geschrieben. Das sei kein Wichtigmachen, sondern die Verantwortung des Staates für Schutz vor Ansteckung zu sorgen. Abstand halten, betont der Innenminister!

Kurz warnt vor „Verharmlosern“

Bundeskanzler Sebastian Kurz und Vizekanzler Werner Kogler haben in dramatischen Worten vor einer verfrühten Aufhebung der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus gewarnt. „Die Wahrheit ist: Es ist die Ruhe vor dem Sturm. Und wie grausam dieser Sturm sein kann, merkt man, wenn man in unser Nachbarland Italien schaut“ sagte Kurz - und warnte vor „Verharmlosern“.
Zur verkündeten Maskenpflicht betonte Kurz, dass dies keinesfalls ein Ersatz für das Abstandhalten sei. Auch betonte er, dass es hier nicht darum geht, sich selbst vor einer Ansteckung zu schützen, sondern darum, andere nicht anzustecken - damit werde sichergestellt, dass es nicht so leicht zur Übertragung in der Luft kommt.

„Ö3-Gemeinderadio“ mit Andi Knoll, 30. März 2020 (KG)