Alice Cooper

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Alice Cooper präsentiert sein neues Album

Wie ist das mit dem Wein? Je älter, desto besser? Das denkt sich Rocker Alice Cooper wahrscheinlich auch. Diese Woche präsentiert er sein neues Album, der Titel „Detroit Stories“.

Seit Jahrzehnten ist Rocker Alice Cooper ein Fixstern am Rockfirmament. Und er gilt als Pate des Schockrock. Dunkel geschminkt, mit blutiger Show prägte er ein ganzes Genre. Jetzt bringt er ein neues Album raus und muss einräumen: Schockieren kann er damit wahrscheinlich niemanden mehr.

„Los Angeles hatte einen eigenen Sound mit The Doors, Love und Buffalo Springfield. In San Francisco gab es The Grateful Dead und Jefferson Airplane. In New York The Rascals und The Velvet Underground“, sagt Alice Cooper. „Aber in Detroit wurde wütender Hard Rock geboren.“

Denkmal für die Heimatstadt

Diesem wütenden Hard Rock seiner Geburtsstadt will er nun ein Denkmal setzen. Alice Cooper bringt an diesem Freitag (26. Februar) ein neues Album auf den Markt. Der Titel: „Detroit Stories“.

„Wir wollten ein hartes, gitarrengetriebenes Album machen. Wir arbeiten gerne mit Themen und Konzepten und haben darum entschieden: Lasst uns in die Heimat des Hard Rock gehen“, sagt der inzwischen 73 Jahre alte Schockrocker der Deutschen Presse-Agentur.

Detroit habe sich zwar verändert von einer dunklen Drogen-Hauptstadt zu einer kosmopolitischen Metropole. „Aber diese Hard-Rock-Sache hat dort überlebt. Sie mögen keinen Soft Rock in Detroit, sie wollen ihren Rock. Es ist keine sonderlich kultivierte Stadt, eine Auto-Industrie-Stadt. Die Leute arbeiten dort an lauten Maschinen und sie wollen, dass ihre Musik auch laut ist.“

Um den Geist der Stadt einzufangen, entstand das Album auch dort, wie Cooper sagt - und ausschließlich mit Musikern aus Detroit. Herausgekommen ist ein im besten Sinn altmodisches Rockalbum. Ein Nostalgie-Trip mit harten Gitarrenklängen, der vielleicht nicht gerade innovativ, aber doch sehr kraftvoll klingt und Fans, die die jahrzehntelange Karriere des Schockrockers begleiten, dennoch (oder gerade deshalb) begeistern dürfte. Die erste Single und der erste Track auf dem Album heißen schlicht und passenderweise „Rock ’n’ Roll“. „Eine Hommage an die turbulenteste und härteste Rock ’n’ Roll-Szene, die es je gab“, wirbt die Plattenfirma nicht zu Unrecht.

Alice Cooper

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Alice Cooper schuf blutige Bühnenshows, die legendär sind, auch weil eine Guillotine eine wichtige Rolle spielt. „Unsere Band war mal sehr gefährlich, aber ich weiß, dass ich heute niemanden mehr schocken kann“, meinte er. Früher hätten Eltern wirklich gedacht, er - heute vierfacher Opa - lebe in einem dunklen Gruselschloss. Aber: „Die Zeiten, in denen wir leben, sind schockierender als alles, was ich tun könnte.“

Coopers Appell an die Jugend

Auch wenn die großen Rockbands heute eher in seinem Alter seien als Teil einer Jugendbewegung, glaubt er an die Zukunft der Rockmusik. „Die einzige Musik, die seit den 60er Jahren bis heute überlebt hat, ist Rock-Musik“, sagt er im dpa-Interview. „Eine junge Band sollte sich das schon genau anschauen: Wenn Ihr im Musikgeschäft überleben wollt, dann folgt keinem Trend, sondern spielt einfach Rockmusik.“

(dpa/KO)