Taylor Swift

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Beyoncé und Taylor Swift schreiben Geschichte

In der Nacht auf Montag sind in Los Angeles die 63. Grammy Awards über die Bühne gegangen. Und die heurige Grammy-Gala war ganz klar weiblich dominiert. Die Preise in den wichtigen Kategorien gingen alle an Frauen.

Mit 28 Grammys geht Beyoncé als erfolgreichste Sängerin aller Zeiten in die Geschichte ein. Sie hat nun mehr Preise als jede andere weibliche Musikerin in der Geschichte der Grammys. Die 28. Auszeichnung für Beyoncé kam in der Kategorie „Beste R&B-Performance“ für „Black Parade“. „Ich fühle mich so geehrt und bin so aufgeregt“, sagte die Sängerin. Es sei eine „magische Nacht“.

Beyonce

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Beyoncé ist erfolgreichste Musikerin der Geschichte

„Album des Jahres“ geht an Taylor Swift

Taylor Swift bekam für „Folklore“ den Preis für das beste Album. Auch sie stellte einen Rekord auf: Sie ist die erste Frau, die drei Preise für das beste Album des Jahres abgestaubt hat. H.E.R.s Antirassimus-Nummer „I Can’t Breathe“ wurde als „Song des Jahres“ ausgezeichnet, Billie Eilishs „Everything I Wanted“ als beste Aufnahme.

Billie Eilish

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Billie Eilish mit ihrem Bruder Finneas O’Connell

„I Can’t Breathe“ der 23-jährigen US-R&B-Sängerin H.E.R. ist im Zuge der Proteste gegen Polizeigewalt gegen Schwarze in den USA entstanden. Der Titel greift einen Satz - „Ich kann nicht atmen“ - des durch Polizeigewalt getöteten Afroamerikaners George Floyd auf, der zu einem Motto der Black-Lives-Matter-Bewegung wurde.

H.E.R., Tiara Thomas

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US-R&B-Sängerin H.E.R. gewinnt „Song des Jahres“

Ebenfalls auf Frauen fiel die Wahl der 13.000 Mitglieder der Recording Academy in weiteren wichtigen Kategorien: Die US-Rapperin Megan Thee Stallion wurde als beste neue Künstlerin ausgezeichnet, Dua Lipa nimmt den Preis für das beste Popgesangs-Album („Future Nostalgia“) mit nach Hause, der Grammy für die beste Pop-Duo-Performance ging an Lady Gaga und Ariana Grande („Rain on Me“).

Dua Lipa

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Dua Lipa gewinnt Preis für bestes Popgesangs-Album

Megan Thee Stallion sprach in ihrer Dankesrede die Corona-Pandemie an: „Wir haben wirklich ein höllisches Jahr hinter uns, aber wir haben es da durch geschafft.“ Wegen der zugespitzten Corona-Lage in Los Angeles war die Grammy-Verleihung von Ende Jänner in den März verschoben worden - und die von Comedian Trevor Noah moderierte Gala bot heuer eine Mischung aus Videoschaltung und Live-Auftritten.

Vor Beginn waren bereits zahlreiche Preisträger in Nebenkategorien bekanntgegeben worden - darunter der Rapper Kanye West, der für sein Album „Jesus Is King“ eine Auszeichnung in einer Kategorie für christliche Musik gewann, und Blue Ivy Carter, die erst neun Jahre alte Tochter der Musiker Beyoncé und Jay-Z, die in der Kategorie „Bestes Musikvideo“ mit „Brown Skin Girl“ zu den Gewinnern gehörte. Während der Show performt haben unter anderem Harry Styles und Billie Eilish.

Die Grammys gehören zu den begehrtesten Musikpreisen der Welt. Über die Preisträger in den mehr als 80 Kategorien entscheiden rund 13 000 Mitglieder der Recording Academy.

„Der Ö3-Wecker“ mit Robert Kratky am 15.März 2021 (APA/DPA/MH)