"Stay Home" geschrieben mit Scrabble-Steinen

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Das sagt die Generation Z nach 1 Jahr Pandemie

Was hat ein Jahr Pandemie mit der jungen Generation des Landes gemacht, wie denkt und fühlt sie? 35.000 haben bei der Ö3- Umfrage mitgemacht - und die Ergebnisse sind aufschlussreich und spannend, stimmen aber auch nachdenklich.

Nach drei Wochen Umfrage auf der Ö3-Homepage und Diskussion im Hitradio Ö3 ist der Befund der 16 bis 25-Jährigen eindeutig...

Die Generation Z sagt: „Wir werden nicht gehört!“

  • Drei Viertel haben das Gefühl: Unsere Probleme werden von der Politik nicht beachtet!
  • Und mehr als die Hälfte leidet sehr unter der Kontaktbeschränkung!
  • Aber: Zwei Drittel von uns blicken trotz allem optimistisch in unsere Zukunft. Wir werden das schaffen, aber nur gemeinsam!
  • Und wir sind sicher keine „Generation Corona“, aber wir müssen dringend mehr gehört werden, denn Corona betrifft gerade uns, unseren Alltag und unsere Zukunft extrem!
Mund-Nasen-Schutz-Graffiti

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Die Umfrage bietet Einblicke ins Selbstbild der jungen Generation und ihren Umgang mit der Erschütterung ihres Erwachsenwerdens durch das Ausnahmeereignis Corona. Wissenschaftlich begleitet und ausgewertet wurde das Projekt vom Sozialforschungsinstitut SORA.

Die Ergebnisse im Detail...

  • Unsere Probleme werden kaum beachtet!
    Drei Viertel haben den Eindruck haben, dass ihre Probleme und Interessen bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie von der Politik nicht berücksichtigt werden. Im Vergleich zu bereits Erwerbstätigen sagen das noch stärker junge Menschen in Ausbildung.
  • Wir leiden sehr unter den Kontaktbeschränkungen!
    Die Einschränkung der sozialen Kontakte und das Schließen zentraler Kontaktorte wegen der Corona-Pandemie trifft die junge Generation in der Lebensphase des „In-die-Welt-gehens“ mit voller Wucht: 51% berichten davon, sehr stark unter den reduzierten sozialen Kontakten zu leiden.
  • Unsere größten Sorgen: Umwelt, Geld & soziale Unruhen!
    Die größten Sorgen bereiten den jungen Menschen derzeit die Umwelt (45%), ihre finanzielle Situation (33%) und soziale Unruhen (32%). Waren 2016 unter dem Eindruck der Flüchtlingskrise noch rund ein Drittel über Zuwanderung besorgt, gilt das jetzt für nur noch 12%. Rund um die „Fridays For Future“-Bewegung hat die Sorge um die Umwelt deutlich zugenommen, während der Corona-Pandemie die Sorgen rund um Wirtschaftskrisen und das Gesundheitssystem.
Mann arbeitet am Laptop und schaut aus dem Fenster

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  • Trotz allem sind wir optimistisch, aber...
    Was ihre Zukunft angeht, sind die jungen Menschen nach wie vor mehrheitlich positiv gestimmt: Zwei Drittel blicken optimistisch in die Zukunft, genauso viele wie im Jahr 2016. Im Gegensatz dazu ist die Selbstwirksamkeit – also die Überzeugung, dass sie ihr Leben selbst in der Hand haben – gesunken. Nach einem Jahr Pandemie denken das 46%, im Jahr 2016 waren es noch 54%.
  • Zum Glücklichsein brauchen wir...
    Die Kontaktbeschränkungen haben den Jugendlichen und jungen Erwachsenen das genommen, was sie in ihrem Leben unbedingt brauchen: Ihre Freundinnen und Freunde – 92% können sich ein glückliches Leben ohne diese nicht vorstellen. Direkt dahinter folgt Musik (90%), an dritter Stelle das Recht zu wählen (79%). Somit ist auch Mitbestimmung ein entscheidender Bestandteil in der Vorstellung der jungen Menschen von einem glücklichem Leben und im Vergleich mit 2016 wurde diese noch einmal wichtiger (plus 8 Prozentpunkte). Auch, aber weniger wichtig sind Handy, Internet, Sex oder das Auto.
Generation Corona

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  • Wir sind keine verlorene Generation…
    Trotz aller Belastungen und Herausforderungen, die die Folgen der Corona-Pandemie gerade für junge Menschen mit sich bringen, lässt sich die Mehrzahl von ihnen von der Gesellschaft nicht abschreiben: 63% halten es für übertrieben, dass sie immer wieder als „verlorene Generation“ bezeichnet werden.
  • …solange wir die Last gemeinsam tragen…
    Gleichzeitig befürchten sie aber, den Großteil der Pandemiefolgen schultern zu müssen: So denken 72%, dass ihre Generation dann den Schuldenberg abtragen muss. Daher pocht die Generation Z auch auf Zusammenhalt: Nahezu geschlossen (94%) ist sie davon überzeugt, dass es ohne Solidarität nicht geht im Leben. Und auf die Frage, welche Sozialleistungen sie als übertrieben ansieht, nennen 68% keine einzige. Diese solidarischen Haltungen haben seit 2016 zugenommen.
Zwei Hände mit den kleinen Fingern eingehakt

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  • …und endlich gehört werden…
    Mitbestimmung ist für die junge Generation auch deshalb wichtiger geworden, weil eben drei Viertel (74%) von ihnen den Eindruck haben, dass ihre Probleme und Interessen bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie nicht berücksichtigt werden.
  • …denn: Wir wollen es besser machen!“
    Die Bedeutung von Mitbestimmung wurzelt außerdem im Bedürfnis, es in Zukunft besser machen zu wollen: Rund die Hälfte sieht in der Pandemie auch eine Chance auf positive Veränderung.

Und alle Detailergebnisse zu alle Fragen findest du hier - einfach durchklicken und filtern:

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