Prinz Harry und Philip

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Begräbnis von Prinz Philip: Prinz Harry in London gelandet

Es gibt Momente im Leben, wo alles andere nebensächlich wird. Das ist bei den Royals nicht anders. Wenn ein Familienmitglied stirbt, rücken alle zusammen. Und so ist Prinz Harry am Sonntag in London gelandet, um beim Abschied seines Großvaters dabei zu sein.

Seit über einem Jahr kriselts bei den Windsors. Prinz Harry und seine Frau Meghan lösten mit ihrem Rückzug aus der Königsfamilie und dem Umzug in die USA einen Skandal aus. Vor ein paar Wochen gipfelte die Auseinandersetzung in einem Interview mit der US-Talkshow-Queen Oprah Winfrey.

Für den Moment sind alle Streitigkeiten aber vergessen. Um beim Begräbnis seines Großvaters, Prinz Philip, dabei sein zu können, traf Harry bereits gestern in London ein. Damit kann er am kommenden Samstag, 17. April, an der Trauerfeier auf Schloss Windsor teilnehmen. Gattin Meghan kommt nicht. Sie ist hochschwanger mit ihrem zweiten Kind und deshalb riet ihr Arzt von dem langen Flug ab, teilte ein Sprecher des Buckingham-Palastes mit.

Versöhnung nicht ausgeschlossen

Ob die Royals die Gelegenheit für eine Aussöhnung nutzen werden, wie britische Medien spekulierten, steht in den Sternen. Prinz Harry hatte sich besonders mit seinem Bruder Prinz William und seinem Vater Prinz Charles überworfen. Im Mittelpunkt des Streits stehen Vorwürfe von Harry und Meghan über mangelnde Rücksichtnahme auf das Paar und sogar rassistische Äußerungen innerhalb der Familie - Meghan hat teilweise afroamerikanische Wurzeln. Für Sprengstoff sorgte vor allem, dass die beiden dies alles bei dem aufsehenerregenden Interview Oprah Winfrey in der Öffentlichkeit ausbreiteten. Seitdem herrscht Eiszeit.

Begräbnis im kleinen Kreis auf Schloss Windsor

Die Trauerfeier für Prinz Philip findet in der St.-Georgs-Kapelle auf Schloss Windsor statt. Sie wird live im Fernsehen übertragen. Der Gottesdienst soll um 16.00 Uhr mit einer landesweiten Schweigeminute beginnen. Wegen der Corona-Regeln sind nur 30 Trauergäste erlaubt. Premierminister Boris Johnson sagte seine Teilnahme ab, um Familienmitgliedern den Vortritt zu lassen.

Eine Prozession in der Öffentlichkeit soll es nicht geben. Stattdessen soll der Sarg Philips in einem extra angepassten Land Rover innerhalb der Schlossmauern zur Kapelle gefahren werden, gefolgt von einer kleinen Trauergemeinde, bestehend aus Prinz Charles und anderen Familienmitgliedern.

(APA/KO)