Königssee

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Sperre am Königssee? Zu viele Instagram-Touristen

Die Natur-Pools am Königsbachfall im Nationalpark Berchtesgadener Land sind ein beliebtes Motiv in den sozialen Medien. Einsam ist es hier aber längst nicht mehr.

Obwohl kein offizieller Weg zu den Pools führt, zählten Ranger an schönen Tagen gut 400 Touristen. Zurück bleiben zertrampelte Vegetation und Müll. Der Park will nun ein Betretungsverbot.

Touristen aus den USA, Asien, Russland, Indien und vielen Ländern Europas machen sich, geleitet von Instruktionen im Internet, auf den Weg zu den Pools. Eine junge Frau aus Paderborn hat angegeben, dass sie schon um 3.00 Uhr Früh mit dem Auto losgefahren ist, um zum Wasserfall zu wandern.

Mancher Besucher ist aber nach langer Anreise ernüchtert. Die Bilder im Netz entsprechen nicht unbedingt der Wirklichkeit. „Ist das der Pool?“ Die Wanderer aus Ingolstadt blicken enttäuscht. Eine von Unbekannten wohl als Gegenreaktion gefällte Buche blockiert den oberen Pool und versperrt den Blick auf den Königssee. Im unteren Pool wiederum sprudelt derzeit viel Wasser von der Schneeschmelze - die Fluten könnten Badende über den Poolrand in die Tiefe reißen.

Die Sperrung ist umstritten. Der Gemeinderat von Schönau am Königssee hat sich dagegen ausgesprochen. Naturschutz-Verbände argumentieren unterschiedlich. Die Entscheidung am Landratsamt Berchtesgadener Land soll in nächster Zeit fallen.

(P.K.)