Übergewicht der Politiker

Hitradio Ö3 / Phillip Kofler

Je übergewichtiger die Politiker, desto korrupter das Land

Der Ig-Nobelpreis, gelegentlich als Anti-Nobelpreis bezeichnet, wurde gestern zum 31. Mal verliehen und ist eine satirische Auszeichnung, um wissenschaftliche Leistungen zu ehren, die „Menschen zuerst zum Lachen, dann zum Nachdenken bringen“.

Vergeben wird der Preis von der in Cambridge erscheinenden Zeitschrift Annals of Improbable Research. Die Preise werden an der Harvard-Universität überreicht.

Übergewicht von Politikern

Wissenschaftler aus Frankreich, der Schweiz, Australien, Österreich, Tschechien und Großbritannien bekamen den Preis in der Kategorie Wirtschaft für die Entdeckung, dass das Übergewicht der Politiker eines Landes ein guter Indikator für die Korruption in diesem Land sein könnte.

Bart gegen Faustschläge

Forscher aus den USA bekamen die Auszeichnung in der Kategorie Frieden für das Testen der Hypothese, dass Bärte in der Entwicklung des Menschen entstanden, um sich vor Faustschlägen ins Gesicht zu schützen.

Bakterien-Arten von entsorgten Kaugummis

Wissenschafter aus Spanien und dem Iran bekamen einen Preis in der Kategorie Ökologie für die Nutzung genetischer Analysen. Mit deren Hilfe wurden verschiedene Arten von Bakterien identifiziert, die sich in weggeschmissenen Kaugummis finden, die auf Gehsteigen in unterschiedlichen Ländern kleben.

Zuschauergerüche in Kino

Wissenschafter aus Österreich, Deutschland, Großbritannien, Neuseeland, Griechenland und Zypern bekamen die Ehrung in der Kategorie Chemie für die chemische Analyse der Luft in Kinos um zu testen, ob die von Zuschauern produzierten Gerüche zuverlässig den Grad von Gewalt, Sex, antisozialem Verhalten, Drogengebrauch und Fluchen in dem Film auf der Leinwand widerspiegeln.

Orgasmen verbessern Nasenatmung

Forscher aus Deutschland, Großbritannien und der Türkei bekamen den Preis in der Kategorie Medizin für den Beweis, dass Orgasmen beim Sex genauso effektiv wie abschwellende Medikamente dabei helfen, die Nasenatmung zu verbessern.

Die wissenschaftlichen Arbeiten und Statistiken dazu finden sie HIER.

Normalerweise verfolgen mehr als 1000 Zuschauer die Gala live vor Ort in einem Theater der Elite-Universität Harvard. Aber auch bei der rund anderthalbstündigen Online-Preisverleihung, die diesmal unter dem Oberthema „Maschinenbau“ stand, flogen Papierflieger, gab es Sketche, bizarre Kurz-Opern und noch viel mehr skurrilen Klamauk.

IG Nobelpreis

Charles Krupa / AP / picturedesk.com

„Wir hoffen, dass die Pandemie bis nächstes Jahr gezähmt ist und wir unsere 32. Verleihung wieder in unserem traditionellen Zuhause machen können“, sagte Moderator Marc Abrahams, Herausgeber einer wissenschaftlichen Zeitschrift zu kurioser Forschung - bevor er die Gala wie immer mit seinen traditionellen Abschlussworten beendete: „Wenn Sie dieses Jahr keinen Ig-Nobelpreis gewonnen haben, und besonders dann, wenn Sie einen gewonnen haben: mehr Glück im nächsten Jahr!“

(P.K.)