Semmel

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Wir erklären dir die Teuerung anhand einer Buttersemmel

Deine Frühstückssemmel mit viel Butter drauf kostet heute 35 Cent. Vor einem Jahr waren’s fast drei Cent weniger. Klingt nicht so viel, aber die Preissteigerungen sind mittlerweile in fast allen Lebensbereichen spürbar.

Zur Info: Wir haben uns am Durchschnittspreis für eine maschinengeformte Semmel (keine Handsemmel) und für eher günstige Butter orientiert.

Semmel

Bis die Semmel im Supermarkt oder in der Bäckerei ist, sind zahlreiche Produktionsschritte nötig und jeder dieser Schritte ist teurer geworden, so Franz Sinabell, Agrarexperte vom WIFO. Die Bauern und Bäuerinnen müssen heute deutlich deutlich mehr für Saatgut, Treibstoff und Dünger bezahlen als noch vor ein paar Monaten. In den Müllereien und Backstuben mit ihren energieintensiven Prozessen sind die Stromkosten massiv gestiegen. Die hohen Spritpreise lassen die Transportkosten in die Höhe gehen. Dazu kommen noch teureres Verpackungsmaterial, die Stromkosten in den Geschäften selbst oder höhere Personalkosten. Das alles führt zur Inflation.

Butter

Noch viel heftiger ist die Preissteigerung bei der Butter. Während Semmeln innerhalb eines Jahres um sieben Prozent teurer geworden sind, sind es bei der Butter 21 Prozent. Das hat vor allem mit dem Krieg in der Ukraine zu tun und dem Lieferstopp von Sonnenblumenöl aus der Ukraine, sagt Franz Sinabell vom WIFO. Die internationalen Preise für Speiseöle, -fette und eben auch Butter sind daraufhin explodiert.

Gesalzen

Aber wer verdient eigentlich an den hohen Preisen? Es sind die, die Öl und Gas liefern, also Russland and andere öl- und gasexportierende Länder. Und es sind auch jene Energieunternehmen und -versorger, die das Öl und das Gas bei uns verteilen, prozentuell an den verkauften Umsätzen beteiligt sind und jetzt gute Gewinne machen.

Der Ö3-„Wecker“, mit Robert Kratky, 11. Mai 2022 (sase)