Skitourengeher

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Freizeitsportler bringen Wildtiere in Lebensgefahr

  • Wild braucht jetzt im Winter viel Ruhe – verschreckte Tiere verhungern
  • Salzburger Jägerschaft fordert viel mehr Rücksicht
  • Bei Skitouren und beim Schneewandern unbedingt auf markierten Strecken und Wegen bleiben

Die Salzburger Jägerschaft schlägt Alarm: Freizeitsportlerinnen und Freizeitsportler gefährden jetzt im Winter - immer öfter und immer stärker Wildtiere. Sie dringen – oft unbewusst – aber auch mit Absicht in deren Lebensräume ein.

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Salzburger Jägerschaft

Skitourengeherinnen und Skitourengeher, Schneeschuhwanderer, Mondscheinspaziergeherinnen und Mondscheinspaziergeher und in letzter Zeit auch Mountainbikerinnen und Mountainbiker mit Fat-Bikes, Räder mit Ballonreifen: Tiere werden durch die ungewohnten Menschen in ihren Revieren verängstigt, das bedeutet Lebensgefahr - Landesjägermeister Max Mayr-Melnhof: „Wenn man die Tiere mehrmals aufschreckt um diese Flächen, wo sie Futter finden können, dann werden sie diese Gebiete meiden - das kann den Hungertod bedeuten!“

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Salzburger Jägerschaft

Im Bundesland Salzburg gibt es 240 Rotwildfutterplätze, schon eine geringe Störung vertreibt das Wild, für die Tiere ist es in den tiefverschneiten Regionen ein Kampf ums Überleben.

Der Tourismus ist sehr viel stärker geworden - bei Tag und bei Nacht. Ich glaube, dass immer mehr Menschen die Sensibilität fehlt. Das beruht aber auch auf sehr wenig Wissen, gepaart mit Egoismus. Die Menschen wissen nicht, was sie anrichten können, wenn sie sich uneingeschränkt in der Natur, speziell bei hoher Schneelage oder auch in der Nacht bewegen. Es ist mir vollkommen klar, dass es natürlich interessant ist, unberührte Hänge zu befahren, aber das kann auch den Tod für viele Wildtiere bedeuten. Hausverstand und Vernunft sollten mitbestimmen - möglichst auf Wegen bleiben - nicht querfeldein gehen!

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Die Salzburger Jägerschaft klärt auf und informiert, sollte sich die Rücksichtslosigkeit der Freizeitsportlerinnen und Freizeitsportler weiter verstärken, könnten großflächige Gebietssperren drohen.

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Empfehlungen der Salzburger Jägerschaft:

• Kartenstudium und Abfrage der Ruhezonen auf www.respektieredeinegrenzen.at
• Routenempfehlungen nutzen; Schon- und Schutzgebiete respektieren und umgehen.
• Touren in der Dämmerung und Mondscheintouren vermeiden.
• Hunde anleinen
• Im Wald auf Forststraßen und ausgewiesenen Routen bleiben.

Ö3-Nachrichten, 2. Dezember 2023,
Peter Obermüller, Ö3-Redaktion Salzburg