Fahrer und Beifahrer in einem Auto

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Geisterfahrer – das bringt die Zukunft

Einem Geisterfahrer zu begegnen ist die Horrorvorstellung für alle AutofahrerInnen. 370 Mal hat die Ö3-Verkehrsredaktion im vergangenen Jahr vor Geisterfahrern gewarnt. Was wird in Zukunft gegen Geisterfahrer getan? Wir haben nachgefragt wie die ASFINAG und die Autoindustrie Falschfahrten in Zukunft ganz verhindern wollen.

Die Geisterfahrerstatistik 2018 der Ö3-Verkehrsredaktion:
Deutlicher Rückgang bei Geisterfahrern

3-D-Markierungen als Geisterfahrer-Abschreckung

Die Asfinag testet seit kurzem 3-D-Markierungen in der Steiermark. Wer sich von der falschen Seite einer Autobahn-Auffahrt nähert, nimmt aus 30 bis 40 Meter Entfernung ein optisches Hindernis wahr. Die Markierung wirkt wie eine Barriere, erklärt Heimo Maier-Farkas von der ASFINAG. Der Autobahnbetreiber prüft derzeit wie widerstandsfähig die Markierungen sind und testet mit Augenkameras wie sie wahrgenommen werden. Sollten diese Tests positiv verlaufen, will man die 3-D-Markierungen auf ganz Österreich ausweiten.

Asfinag 3 D Markierungen

ASFINAG

Auch die Standorte der Geisterfahrer-Warntafeln werden von der ASFINAG überprüft. Einige sollen neu positioniert werden, weil sie oftmals durch die A-Säule im Fahrzeug verdeckt und daher nicht wahrgenommen werden.

Keine Geisterfahrer mehr in 25 Jahren?

Verkehrsexperten sind sich sicher: In spätestens 25 Jahren gibt es keine Geisterfahrer mehr. Geisterfahrten sind immer auf menschliches Versagen zurückzuführen - entweder sind die Lenker verwirrt oder alkoholisiert. Wenn unsere Autos autonom, also selbstfahrend unterwegs sind, ist das Problem gelöst, sagt Gerhard Krachler von Magna. Was jetzt schon gehen würde, wäre, dass der Geisterfahrer eine Warnung ins Auto geschickt bekommt. Durch GPS weiß man nämlich wenn ein Fahrzeug falsch auffährt. Würde man diese Daten noch durch zusätzliche Infos wie beispielsweise Außenkameras erweitern, könnte man über den Notbrems-Assistenten den Geisterfahrer sogar stoppen. Allerdings will die Industrie diese Kombination erst umsetzen, wenn die Sicherheit der Nachrichten die von außen ins Fahrzeug kommen gewährleistet werden kann. Cyber Security ist für die Entwickler solcher Systeme derzeit eine große Herausforderung. Der Experte schätzt aber, dass neue Autos in fünf Jahren bereits damit ausgerüstet sein könnten.

Den ganzen Bericht kannt du hier nachhören:

Wie kommt eine Geisterfahrermeldung eigentlich von der Verkehrsredaktion ins Radio?

Wie leicht es passieren kann, dass man selbst zum Geisterfahrer wird, hat uns Manfred aus Wels erzählt:

Wie verhält man sich richtig, wenn man selbst zum Geisterfahrer geworden ist?

„Ö3-Wecker“ mit Robert Kratky, 13. Februar 2019 (Petra Mödlhammer-Prantner)